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Feministische Pornos

Frau liegt mit geöffnetem Mund im Bett

Feministische Pornos

Männer machen, gucken und konsumieren Pornos – soweit das Vorurteil. Tatsächlich ist die Branche vom männlichen Blick und männlichen Strukturen geprägt. Aber Pornos von und für Frauen, in denen die Frau mehr als nur Lustobjekt ist, werden immer bedeutender.

Porno ist eines dieser Worte, die niemanden kalt lassen. Die Reaktionen gehen von Angst und Ablehnung bis Faszination. Wenn man Porno sagt, denkt man unweigerlich an Männer als Konsumenten. Das kommt nicht ganz von ungefähr. Im 18. Jahrhundert war Pornografie den Herren der Oberschicht in ihren Privatbibliotheken und Männer-Clubs vorbehalten. Das Personal und vor allem die Frauen sollten davon ferngehalten werden, da man davon ausging, dass sie moralisch nicht stabil genug dafür wären. Daran glaubt heute natürlich keiner mehr. Doch wie ist das mit Frauen und Pornos?

Lange ging man davon aus, dass Feministinnen Pornografie grundsätzlich ablehnen und mit Sexismus und Gewalt in Verbindung bringen. Doch inzwischen machen zahlreichen Feministinnen weltweit selbst Sexualpolitik mit der Kamera. Sie kämpfen für sexuelle Freiheit und für die Freiheit, Sexualität ausdrücken zu dürfen. Ihre Maxime: statt schlechte Pornos zu verbieten, selbst bessere Pornos zu machen. Und damit die Kontrolle darüber zurückzuerlangen und selbst zu entscheiden, wie Frauen repräsentiert werden wollen.

Autorin: Mithu Sanyal

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Feministische Pornos

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 19.03.2019 21:45 Min. WDR 5

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