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Fluchen und Schimpfen im Kulturvergleich

Mann in Anzug schreit wütend in sein Telefon.

Fluchen und Schimpfen im Kulturvergleich

"Der Bischof kann mich im Arsche lecken", sagte schon Götz von Berlichingen in Goethes gleichnamigen Schauspiel. Beim Fluchen und Schimpfen geht es in allen Sprachen ans Eingemachte – und zwar in jeder Kultur auf die eigene Art und Weise.  

Goethe hat’s getan, Joschka Fischer auch: Fluchen und Kraftausdrücke benutzen. Beleidigende Worte, Flüche und die Anrufung dunkler Mächte sind seit Menschengedenken Teil der Kulturgeschichte. Die Wissenschaft der Kraftausdrücke heißt Malediktologie, ein Zweig der Psycholinguistik, Soziolinguistik und Psychologie. Die kleine Forschungsrichtung befasst sich mit dem Schimpfen, Fluchen und Beleidigen. Gegründet und geprägt wurde die Malediktologie 1973 durch den Deutsch-Amerikanischen Philologen und Schimpfwortforscher Reinhold Aman.

Die junge Forschung geht davon aus, dass Fluchen, Verwünschungen und Schimpfwörter zum menschlichen Leben dazugehören und ein wichtiger Bestandteil der Sprache und Kultur sind. Und mehr noch: Schimpfwörter tun uns sogar richtig gut. Ein Feature der unanständigen Art.

Autorin: Melahat Simsek

Redaktion: Gundi Große

Fluchen und Schimpfen im Kulturvergleich

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 21.01.2019 21:19 Min. WDR 5

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