Zehn Jahre nach der Finanzkrise

Eine Hundert-Dollar-Note liegt zerknüllt auf dem Boden

Zehn Jahre nach der Finanzkrise

Kein Ereignis hat in jüngerer Zeit die Weltwirtschaft in solche Turbulenzen gestürzt wie die Insolvenz der amerikanischen Lehman-Brothers-Bank am 15. September 2008. Die Aufräumarbeiten dauern bis heute an.

"Im Nachhinein würde ich die Kosten für den deutschen Steuerzahler auf 70 bis 80 Milliarden Euro schätzen", erklärt Ökonom Martin Hellwig, vielleicht Europas bester Bankenexperte, unserem Autor Ingo Zander. "Wobei das durchaus noch größer werden kann. Viele Positionen sind noch offen." Von 2004 bis 2017 war Hellwig Chairman des Advisory Scientific Committee im Europäischen Ausschuss für Systemrisiken. Der Ausschuss der Europäischen Union (EU) beschäftigt sich mit der Früherkennung, Prävention und Bekämpfung von systemischen Risiken innerhalb des Finanzmarktes der EU. Er ist Teil des seit 1. Januar 2011 bestehenden Europäischen Finanzaufsichtssystems. Haben die Banken und der Staat aus dem Beinahe-Zusammenbruch des Weltfinanzsystems die richtigen Konsequenzen gezogen? Haben Bürger und Demokratie dauerhaft Schaden erlitten? Und wie steht es um Vertrauen und Kontrolle?

Autor: Ingo Zander

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Zehn Jahre nach der Finanzkrise

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 14.09.2018 | 20:58 Min.

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