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Wie gerecht ist das Familienrecht?

Vater spielt mit Kind im Garten

Wie gerecht ist das Familienrecht?

Nach einer Trennung ist der Streit um das Sorgerecht der Kinder auch ein Streit um die Rolle des Vaters in der modernen Familie. Viele Väter fühlen sich vom Gesetz benachteiligt und fordern mehr Rechte als Alleinerziehende.

Wenn sich Eltern trennen, geht es nicht nur um Herzschmerz. Es geht auch um die Kinder. Bei wem sollen sie leben? Wie häufig darf der andere Elternteil sie sehen? Können sich Eltern nicht einigen, landen sie im Familiengericht. Doch genau hier fühlen sich viele Väter aufgrund ihres Geschlechts ungerecht behandelt. In der Selbsthilfegruppe des Vereins "Väteraufbruch für Kinder" können Männer über ihre Erfahrungen als Väter sprechen. Viele dieser Geschichten klingen ähnlich: Die Ex-Partnerin verweigert den Kontakt zu den Kindern. Die Exfrau zieht mit den gemeinsamen Kindern heimlich um. Der Familienrichter entscheidet, dass das Kind zum Großteil bei der Mutter lebt.

Diese Männer werfen den Familienrichtern vor, an einem verstaubten Familienbild festzuhalten. Ein Bild, in dem sich die Mutter ganz aufopfernd um die Kinder kümmert und der arbeitende Vater ständig abwesend ist. Dieses verstaubte Bild spiegele sich beispielsweise beim Thema Sorgerecht wider: Die Mutter hat das Sorgerecht in Deutschland automatisch. Ein Vater hingegen nur dann, wenn er mit der Mutter verheiratet ist.

Für die etwa 4.000 Mitglieder des Vereins "Väteraufbruch für Kinder" ist das nicht gerecht. Hören Sie im Feature, wie Gesetz und moderne Familienstrukturen aneinander geraten und wie Väter dagegen kämpfen.

Autorin: Monika Kophal
Redaktion: Heiko Hillebrand

Wie gerecht ist das Familienrecht?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 14.11.2018 19:00 Min. WDR 5

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