Fahndung per Facebook

Facebook-Seite der Polizei Niedersachsen auf einem Computerbildschirm und einem Smartphone

Fahndung per Facebook

Häufig tappt die Polizei nach einem Verbrechen erst einmal im Dunkeln. Veröffentlicht sie dann Fotos oder Videos bei Facebook, können die Hinweise schnell zum Täter führen. Manche Menschen fahnden auch auf eigene Faust im Netz.

Auf der Suche nach Räubern, Sexualverbrechern oder Mördern befragt die Polizei die Opfer und die ersten Zeugen am Tatort, sichert Beweismittel und wertet sie aus. Wenn das alles nicht zum Erfolg führt, entscheidet ein Richter oder eine Richterin, ob die Fahndung samt Bildmaterial an die Öffentlichkeit geht. Veröffentlicht werden dann zum Beispiel Fotos und Videos von Überwachungskameras oder ein Phantombild des Verdächtigen. Und zwar längst nicht mehr nur in der örtlichen Zeitung, sondern auch im Netz.

Vor allem auf Facebook sind viele Polizeibehörden mittlerweile unterwegs, um dort potenzielle Zeugen und andere Hinweisgeber zu Straftaten zu finden. Für die Ermittler gelten dabei bestimmte Regeln, an die sie sich halten müssen – damit nicht am Ende Unschuldige am Pranger stehen.

Es gibt allerdings auch Menschen, die auf eigene Faust auf Facebook und anderen sozialen Medien fahnden, die selbst Fotos posten, um Täter zu finden. Opfer von Verbrechen oder deren Angehörige nehmen dann die Suche selbst in die Hand. Doch öffentliche Fahndungen bergen immer auch Gefahren.

Autor: Johannes Döbbelt

Redaktion: Julia Lührs

Fahndung per Facebook

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 08.01.2019 20:19 Min. Verfügbar bis 07.01.2020 WDR 5

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