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Ermittler bei Missbrauchsfällen: Die Grenze des Erträglichen

Ein Mitarbeiter zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität fahndet nach kinderpornographischen Inhalten

Ermittler bei Missbrauchsfällen: Die Grenze des Erträglichen

Wie hält man das aus? Wie bewältigen Ermittlerinnen und Ermittler die Sichtung von Bild- und Videodateien mit sexualisierter Gewalt an Kindern? Matthias Ehlers hat Mitarbeiter*innen des Landeskriminalamtes Düsseldorf getroffen.

Allein der "Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach", der bisher größte aufgedeckte Fall sexualisierter Gewalt an Kindern in der Bundesrepublik, umfasst etwa 30.000 Personen. Sie werden einer kaum noch zu übersehenden Menge an Bild- und Videodateien mit kinderpornografischem Inhalt zugeordnet. Dieses Bildmaterial zu sichten und zu bewerten gehört zum Arbeitsalltag von 57 Ermittlerinnen und Ermittlern des Dezernats 43 im Landeskriminalamt Düsseldorf. Nach der Aufdeckung der Missbrauchsfälle in Lügde wurde die Abteilung ausgebaut.

Auf Videos, Fotos, in Chatverläufe und Forenbeiträge und Dateien suchen die Ermittler*innen nach verwertbaren Spuren. Im besten Fall steht am Ende der Suche ein Tatverdächtiger. Und im noch besseren Fall kann ein Kind identifiziert werden und dessen Qualen ein Ende bereit werden. Eine belastende Arbeit, die selbst erfahrende Kriminalbeamte nicht einfach wegstecken. "Ich wusste natürlich, worauf ich mich hier bewerbe und was mich erwarten kann. Das zu sehen, hat mich umgehauen", erzählt die Kriminaloberkommissarin Sabrina Stein. Matthias Ehlers ist der Frage nachgegangen, wie man diese potenziell traumatisierende Arbeit verarbeitet.

Autor: Matthias Ehlers

Redaktion: Gundi Große

Die Grenze des Erträglichen

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 23.11.2020 18:13 Min. Verfügbar bis 20.11.2021 WDR 5 Von Matthias Ehlers


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