Hilfe für Eltern drogensüchtiger Kinder

Nahaufnahme eines geöffneten Mundes; auf der Zunge liegt eine weiße Tablette

Hilfe für Eltern drogensüchtiger Kinder

Fast die Hälfte aller Heranwachsenden hierzulande haben schon einmal illegale Drogen genommen. Werden sie davon suchtkrank und lassen Schule oder Ausbildung schleifen, sind Eltern oft hilflos und fühlen sich allein gelassen.

47 Prozent aller Heranwachsenden zwischen 18 und 25 Jahren haben schon einmal illegale Drogen genommen. Natürlich werden nicht alle jungen Leute, die mal einen Joint rauchen oder Aufputschmittel probieren, davon süchtig. Aber das Cannabis, das vorzugsweise konsumiert wird, ist weitaus stärker als noch in den 1990er-Jahren. Und die Konsumenten sind oft sehr jung. Wenn sie dann Schule oder Ausbildung schleifen lassen und sich psychisch verändern, gar krank werden, reagieren Mütter und Väter oft mit Scham und Schuldgefühlen. Zugleich sind sie ohnmächtig, weil ihre Kinder die elterliche Einmischung ablehnen.

Hilfe bieten die landesweit 54 Elternkreise, die in der Arbeitsgemeinschaft der Rheinisch-Westfälischen Elternkreise drogengefährdeter und abhängiger Menschen e.V., ARWED, zusammengeschlossen sind. Zu seinem 30. Jubiläum will der Selbsthilfeverband Eltern Mut machen, aus ihrer Deckung zu kommen. Aber auch an das Hilfesystem, das die schwierige Zielgruppe und deren Angehörige allzu oft im Stich lässt, geht eine Botschaft: Helft uns tragen!

Autor: Conny Schäfer

Redaktion: Gundi Große

Hilfe für Eltern drogensüchtiger Kinder

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 23.07.2021 20:33 Min. Verfügbar bis 23.07.2022 WDR 5 Von Cornelia Schäfer


Download