Ein Jahr Gelbwesten Protest

Demonstranten "Gelbwesten" schwenken französische Flaggen bei Autobahnblockade, 01.12.2018

Ein Jahr Gelbwesten Protest

Am 17. November 2018 fand der erste große Protesttag der Gelbwesten in Frankreich statt. Wie hat die Bewegung das Land verändert? Was ist aus den Forderungen der Demonstrierenden geworden?

Zuerst waren es nur einige besetzte Kreisverkehre, irgendwo in der französischen Provinz. Doch dann brach sich auf der Pariser Champs-Élysées und an vielen anderen Orten eine Bewegung Bahn, die das Land verändern sollte: Les Gilets Jaunes - die Gelbwesten.

Die Proteste blieben nicht friedlich, Demonstrierende wurden gewalttätig, die Polizei auch. Die Nation sei zutiefst erschüttert, sagte Präsident Emmanuel Marcron, der offenbar erst spät die Dimensionen der Wut registrierte: "Sie haben berechtigte Forderungen gemischt mit untragbarer Gewalt."

Sein Maßnahmenpaket von rund 10 Milliarden Euro überzeugte die Demonstrierenden nicht. Es folgte eine große nationale Debatte, die der Präsident angestoßen hatte. Er begab sich auch selbst immer wieder in den Dialog mit den Protestierenden. Führte diese Bürgernähe aus der Krise?

Korrespondent Marcel Wagner und seine Kolleg*innen in Paris haben Aktionen der Gelbwesten von Anfang an bis heute begleitet und mit wichtigen Wortführern der Bewegung und mit Experten gesprochen.

Autor: Marcel Wagner

Redaktion: Regina Tanne

Ein Jahr Gelbwesten Protest

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 14.11.2019 19:12 Min. Verfügbar bis 12.11.2020 WDR 5 Von Marcel Wagner

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