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Bio, Burger und Barock: Biosphärenreservat Bliesgau

Das Bild zeigt einen Radfahrer auf dem Radweg, der Bliesgau und Frankreich verbindet

Bio, Burger und Barock: Biosphärenreservat Bliesgau

Unsere Autorin Anke Ulke hat eine wunderschöne Urlaubsgegend erkundet – zu Fuß, mit dem Rad und dem Kanu. Sie hat viel gelernt – über eine taffe Gräfin, barocke Bauten und kulinarische Slowfood-Köstlichkeiten.

Das Waldvögelein kann freudiges Herzklopfen auslösen – genauso wie die Bocksriemenzunge oder der Vogelnestwurz. Doch nicht nur Orchideenfans kommen im Biosphärenereservat Bliesgau im Südosten des Saarlandes auf ihre Kosten: Biberbauten, Storchennester, Eisvogelhöhlen – mit Glück und Geduld sind auch ihre Bewohner rund um den Fluss Blies zu beobachten. Und wer nach ausgedehnten Rad- oder Wandertouren genug von Flora und Fauna gehört oder gesehen hat, kann es sich unter Barockdächern oder auf Biohöfen gemütlich machen – bei ausgesprochen leckerem Essen aus regionalen Produkten (oft sogar in Bioqualität).

Das Biosphärenreservat Bliesgau liegt zwischen Saarbrücken, St. Ingbert und Homburg, unmittelbar an der Grenze zu Frankreich. Schon der deutsche Schriftsteller Alfred Döblin hat vom Bliesgau geschwärmt und soll gesagt haben: "Die Gegend ist bildschön!"

Die Besonderheit des Bliesgaus macht  nicht nur die mit 36.000 Hektar relativ kleine Größe aus, sondern ein ausgesprochen reiches Artenvorkommen auf engem Raum und eine ungewöhnliche Nähe von Mensch und Natur – viele kleine Dörfer prägen die Landschaft, die schon vor Jahrtausenden von den Kelten besiedelt wurde.

Autorin: Anke Ulke

Redaktion: Heiko Hillebrand

Der Bliesgau im Saarland

Der Bliesgau ist ein kleines Biosphärenreservat im Saarland, zwischen Saarbrücken, St. Ingbert und Homburg. Er beherbergt den Fluss Blies, 1000 km Rad- und Wanderwege, kleine Städtchen, romantische Dörfer und sogar nachhaltige Landwirtschaft.

Blick auf die Fassade am Blieskasteler Rathaus

Fassade am Blieskasteler Rathaus, ehemals ein Amts- und Waisenhaus mit Justitia und dem Wappen der von der Leyens; 1775 durch Marianne von der Leyen vollendet.

Fassade am Blieskasteler Rathaus, ehemals ein Amts- und Waisenhaus mit Justitia und dem Wappen der von der Leyens; 1775 durch Marianne von der Leyen vollendet.

Die Alte Orangerie mit Barockgarten gehört zum wenigen, was vom einstigen Blieskasteler Schloss übrig geblieben ist.

Kloster Gräfinthal ist ein Wallfahrtsort für Pilgerinnen und Pilger, die auf dem Jakobsweg unterwegs sind.

Der Bliesgau ist Grenzregion zu Frankreich. Dieser Radweg führt zu den Nachbarn.

Die (wieder) naturbelassene Blies ist der größte Nebenfluss der Saar, europäisches Schutzgebiet nach FFH-Richtlinie und Natura 2000.

Ein Keltengrab mit mystischer Bronzefigur im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Diese nachgearbeitete Figur wurde – in Gold und sehr klein – auch im Grab der keltischen Fürstin gefunden.

Ein Graureiher auf der Jagd am wilden Ufer der Blies.

Dieser Hahn hat das Fremdenhuhn nicht verscheucht, sich aber klassisch "mit fremden Federn" geschmückt!

Die Hühner vom Lebenshilfe-Projekt Wintringer Hof in Kleinblittersdorf haben offensichtlich ein ausgesprochen schönes Hühnerleben und legen ihre Eier in weiche Dinkelspreu.

Blick ins Tal der Blies und nach Frankreich.

Vorbereitung auf eine Paddeltour auf dem Würzbacher Weiher.

Trauerweiden und unzählige Seerosen am Ufer des Würzbacher Weihers.

Bio, Burger und Barock – im Biosphärenreservat Bliesgau

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 14.08.2020 20:19 Min. Verfügbar bis 13.08.2021 WDR 5 Von Anke Ulke

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