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Die Studentenführer vom Tian'anmen-Platz

04.06.1989, China, Peking: Demonstranten stehen auf einem und um ein gepanzertes Militärfahrzeug herum, während ein Mann durch ein Megafon spricht.

Die Studentenführer vom Tian'anmen-Platz

30 Jahre nach dem Tian'anmen-Massaker sind auch ehemalige Anführer der pro-demokratischen Studentenbewegung in China noch am Leben – auf ganz unterschiedliche Weise: der eine lebt im Exil, der andere hat sich arrangiert.

Wu'er Kaixi war mit nur 21 Jahren einer der wichtigsten Wortführer der Studentenbewegung in China. Auf den Demonstrationen auf dem Platz des himmlischen Friedens im Jahr 1989 hielt er das Megaphon in der Hand und verhandelte mit dem damaligen Regierungschef Li Peng. Nach dem 4. Juni musste er das Land verlassen und lebt mittlerweile in Taiwan im Exil.

05.06.1989, China, Peking: Ein chinesischer Mann stellt sich auf dem Changan Blvd. am Tiananmen, dem Platz des Himmlischen Friedens, einem Konvoi von Panzern entgegen.

Auch Zhang Wei war im Frühling 1989 Studenten-Aktivist. Er war damals 20 Jahre alt. Nach dem Massaker auf dem Tian'anmen-Platz in Peking hat er sich mit dem System und der Formel "Wohlstand statt Freiheit" arrangiert. Auch wenn er die gewaltsame Niederschlagung der Proteste bis heute für falsch hält, hat Zhang in der Volksrepublik Karriere gemacht. Zwei Studentenführer von damals – zwei unterschiedliche Schicksale.

Autoren: Axel Dorloff und Steffen Wurzel

Redaktion: Beate Wolff

Die Studentenführer vom Tian'anmen-Platz

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 04.06.2019 18:53 Min. Verfügbar bis 02.06.2020 WDR 5 Von Axel und Wurzel, Steffen Dorloff

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