Schülerinnen und Schüler der Klasse sitzen in ihrem Klassenraum, ein Kind zeigt auf.

Der Kampf um einen Schulplatz in Köln

Tausende Eltern in Köln sind wütend. Unfassbar wütend, weil es für ihre Kinder keinen Platz an einer weiterführenden Schule gibt. Und weil die Vergabe der Plätze auch in diesem Jahr offenbar mehr als chaotisch läuft, wie Julia Trahms beobachtet hat.

9.600 Schüler:innen, die dieses Jahr in Köln von der Grundschule auf eine weiterführende Schule wechseln sollen, brauchen einen Schulplatz. Da es zu wenig Plätze gibt, werden sie verlost. Noten, Interessen des Kindes, Eignung fürs Gymnasium, Entfernung zur Schule – alles völlig egal.

Zum ersten Mal hatte die Stadt die Eltern offiziell darauf hingewiesen, dass sie ihre Kinder an so vielen Schulen anmelden können, wie sie wollen. So steht es im Landesschulgesetz, und so entschied auch das Oberverwaltungsgericht NRW im vergangenen Jahr, nachdem einige Eltern geklagt hatten.

Doch selbst wenn das Anmeldeverfahren überarbeitet wird – es ändert nichts am Grundproblem: Köln braucht mehr Schulen. Und das schnell. Aber wenn es um konkrete Vorschläge geht, wird klar, warum das so schwer umzusetzen ist: Die Stadt Köln wächst und wächst. Platz für Häuser, Schulen, auch Kitas, ist dementsprechend äußerst rar gesät. Interessen prallen aufeinander, konkurrieren um jeden Quadratzentimeter freie Fläche.

Autorin: Julia Trahms

Redaktion: Julia Lührs