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23.03 - 07.00 Uhr ARD Infonacht
Akten der Staatsanwaltschaft zum Cyberangriff auf die Stadt Witten

Witten: Wie ein Hackerangriff zum Umdenken führte

Keine Emails, kein Internet, kein Telefon: Ab dem 17. Oktober 2021 ging bei der Stadt Witten elektronisch nichts mehr. Hacker waren in die EDV der Stadtverwaltung eingedrungen und hatten das komplette System lahmgelegt. Franz Altrogge über die Konsequenzen.

Bei dem Cyberangriff auf die Wittener Stadtverwaltung im Oktober 2021 wurden sämtliche Programme zerstört. Die gesamte Organisation der Daten war weg, die Sicherungsfestplatten waren gelöscht.

Auf einmal waren private Telefone und Notebooks gefragt, Notizen wurden handgeschrieben, Gebühren in bar entgegengenommen und exotische Arbeitsmittel wie Stempel, Bleistift und Quittungsblock wieder ausgepackt.

Die Hacker verlangten Kontaktaufnahme, was die lokale Politik in Absprache mit der Polizei aber verweigerte. Nicht einmal nach der Höhe des Lösegeldes wurde gefragt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler hatten die Erpresser mindestens den Zugang eines damaligen Ratsvertreters der Piraten gekapert, möglicherweise aber auch mehr.

In der Folge wurde das komplette Computersystem neu erdacht, neu installiert und mit neuesten Sicherungen versehen. Die Personendaten wurden von Magnetbändern neu eingespielt. Aber noch heute arbeiten die EDV-Spezialisten an den letzten Details der Wiederherstellung einiger spezieller Programme.

Autor: Franz Altrogge

Redaktion: Jonas Klüter

Witten: Wie ein Hackerangriff zum Umdenken führte

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 17.05.2022 19:40 Min. Verfügbar bis 17.05.2023 WDR 5 Von Franz Altrogge


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