Jugendliche aus NRW in Nicaragua

Junge Zirkusartisten beim Jugendaustausch in Corinto

Jugendliche aus NRW in Nicaragua

Puerto Corinto, eine Kleinstadt in Nicaragua. Seit Jahren gibt es eine Städtepartnerschaft mit Köln. Kann die noch funktionieren, obwohl es in dem Land seit April 2018 zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt?

Puerto Corinto in Nicaragua ist eine herbe Erfahrung. Wer die Ödnis einer bitterarmen Kleinstadt irgendwo in Mittelamerika in seine Seele saugen möchte, ist hier am richtigen Ort. Dennoch fahren Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen seit mehr als zehn Jahren dorthin. Regelmäßig und mit Begeisterung. Es ist ein Abenteuer. Und ein Kick fürs Selbstbewusstsein. Die Jugendlichen kommen als Zirkusartisten. In Corinto können sie zeigen, was sie draufhaben.

Seit dreißig Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Köln und der nicaraguanischen Hafenstadt Corinto. Beide Städte realisieren große Projekte zu Klimaschutz, Recycling und Jugendaustausch. 2018 allerdings wird die Freundschaft auf eine ernste Probe gestellt. Im Frühjahr und Sommer demonstrieren Menschen überall im Land gegen die zunehmend selbstherrliche und autoritäre Herrschaft des Präsidenten Daniel Ortega und seiner Ehefrau und Vizepräsidentin Rosario Murillo. Die Regierung antwortet mit harter Repression, es gibt viele Tote, Verletzte und willkürliche Verhaftungen. In Köln fragen sich die Aktivisten der Städtepartnerschaft: Wie sollen wir darauf reagieren?

Ihre Leitlinie lautet: Unsere Freundschaft gilt den Menschen in Corinto – nicht der jeweiligen Regierung.

Autor: Achim Schmitz-Forte

Redaktion: Regina Tanne

Jugendliche aus NRW in Nicaragua

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 02.11.2018 | 23:27 Min.

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