Boss Franz Kremer und sein 1. FC Köln

Boss Franz Kremer und sein 1. FC Köln

Seit 1923 verfügte Köln über den größten Sportpark Deutschlands mit dem Müngersdorfer Stadion. Hier fanden Länderspiele statt, Spiele um Pokal und Deutsche Meisterschaft, alle ohne Beteiligung eines Kölner Vereins.

Franz Kremer, der Erste Vorsitzende des Fußballclubs 1. FC. Köln, aufgenommen am Sonnabend (31.07.1965).

Es gab in der Stadt keinen Verein, der groß genug gewesen wäre, im deutschen Spitzenfußball mitzuspielen – bis sich kurz nach dem Zweiter Weltkrieg Franz Kremer daran machte, einen Klub aufzubauen, dessen Ziel es sein sollte, Deutscher Fußballmeister zu werden.

Zunächst fusionierten unter Kremers Führung 1948 die Vereine "Kölner BV von 1901" und "Spielvereinigung Sülz 07" zum 1.FC Köln. Franz Kremer wurde Präsident des neuen Clubs. Er begann sofort mit dem Aufbau einer erstklassigen Mannschaft. Trainiert wurde die Truppe von Hennes Weisweiler, mit dabei auch Hans Schäfer, der fünf Jahre später beim Wunder von Bern Weltmeister werden sollte.

Franz Kremer, von allen nur Boss genannt, baute das Stadion aus, holte junge Spieler aus der Umgebung, kickte mit dem FC um die Deutsche Meisterschaft und trommelte für den Aufbau einer bundesweiten Liga, der Bundesliga, an deren erster Saison Kremers FC erneut Deutscher Meister wurde. Großen Anteil am Erfolg des FC mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaften hatte Hans Schäfer, der vor wenigen Tagen im Alter von 90 Jahren starb (7.11.2017) - eine geniale Personenkonstellation, die auf Kremer zurückgeht und seinen Weitblick bestätigte.

Autor: Albert Wiedenhöfer

Redaktion: Mark vom Hofe

Boss Kremer und sein 1. FC Köln

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 10.11.2017 | 21:26 Min.

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