Orwells Eindrücke vom zerstörten Köln 1945

Abbildung: Der Kölner Roncalliplatz liegt in Schutt und Asche

Orwells Eindrücke vom zerstörten Köln 1945

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs hatte es lange keine unabhängigen Berichte mehr gegeben aus dem Inneren Nazi-Deutschlands. Dann trafen ausländische Journalist*innen in Köln ein, wie George Orwell und Margaret Bourke-White.

Im März 1945 kam George Orwell (Verfasser des Romans "1984") nach der Eroberung Kölns durch die US-Armee als einer der ersten englischen Journalisten in die Stadt. Auf der anderen Seite des Rheins stand noch die Reichswehr. Er fand eine zerstörte Stadt vor, in der nicht einmal mehr 40.000 Menschen lebten, und sah ehemalige "Herrenmenschen" auf Fahrrädern durch die Trümmer ziehen. Sein Bericht "Creating Order Out of Cologne Chaos" erschien am 25. März 1945 im Observer.

Zur selben Zeit war auch eine amerikanische Bildreporterin mit einem anderen Blickwinkel in Köln unterwegs: Margaret Bourke-White. Sie arbeitete für das amerikanische Magazin LIFE und zog, wie viele andere Journalisten auch, der siegreichen amerikanischen Armee hinterher. Margaret Bourke-White hat ihren Kriegsbericht und ihre Fotos später unter dem Titel "Dear Fatherland, Rest Quietly" in einem Buch zusammengefasst. Als "Liebes Vaterland, bleib ruhig" erschien es 1979 schließlich auch auf Deutsch.

Autor: Albert Wiedenhöfer

Redaktion: Gundi Große

Orwells Eindrücke vom zerstörten Köln 1945

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 31.03.2020 18:30 Min. Verfügbar bis 31.03.2021 WDR 5 Von Albert Wiedenhöfer

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