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Armenien: Hightech und Trümmer

Zwei Hände halten auf einer Demonstration ein Bild von Nikol Pashinyan hoch.

Armenien: Hightech und Trümmer

Die kleine Kaukasus-Republik Armenien blickt nach vorne: Hoffnung macht den Menschen vor allem der neue Premier Nikol Pashinyan. Er soll aufräumen mit Korruption und Vetternwirtschaft.

Land der Steine, so nennen die Armenier ihr kleines Land, weil es tatsächlich nicht viel mehr gibt in der kleinen Kaukasusrepublik als Berge und karge Hochebenen. Kaum Industrie, die Grenzen zu Aserbaidschan und der Türkei dicht, Abhängigkeit von Russland – auch politisch und wirtschaftlich befindet sich das Land in einer prekären Lage.

Bis heute haben sich die Armenier zudem nicht von dem schweren Erdbeben erholt, das Anfang Dezember 1988 mehr als 20 000 Menschen in den Tod riss. In Gyumri, der zweitgrößten Stadt nahe dem Epizentrum, leben noch immer Tausende Menschen in rostigen Containersiedlungen, weil es kein Geld für Wohnungen gibt.

Doch seit dem Frühjahr 2018 trägt die Hoffnung der Armenier einen Namen: Nikol Pashinyan. Der ehemalige Journalist stellte sich an die Spitze von Straßenprotesten. Am Ende wurde die korrupte Machtelite in Eriwan vom Hof gejagt – erstaunlicherweise in einer gewaltfreien "samtenen" Revolution. Pashinyan ist seitdem neuer Regierungschef in Armenien, das seine Zukunft vor allem im IT-Sektor sieht.

Autor: Christoph Kersting

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Armenien: Hightech und Trümmer

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 27.04.2019 19:56 Min. Verfügbar bis 25.04.2020 WDR 5 Von Christoph Kersting

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