Antisemitismus in Deutschland heute

Teilnehmer einer Demonstration verbrennen am 10.12.2017 eine selbstgemalte Fahne mit einem Davidstern in

Antisemitismus in Deutschland heute

Der 27. Januar erinnert weltweit an die Singularität des Holocaust. Millionen von Menschen wurden ermordet, weil sie Juden waren. Antisemitismus ist für viele Jüdinnen und Juden in Deutschland aber auch heute eine alltägliche Erfahrung.

Juden kennen viele Sorten von Ablehnung: angefangen von den kleinen Bemerkungen, die ihnen zeigen, dass sie nicht dazugehören und die offenen Anfeindungen bis hin zur Gewalt. Als Reaktion auf die teilweise militanten antisemitischen Demonstrationen im Dezember 2017 forderte der Bundestag Mitte Januar mit großer Mehrheit die Bundesregierung auf, einen Antisemitismusbeauftragten zu berufen. Neben dem offenen Antisemitismus im rechtsradikalen Milieu findet er sich im linken Lager in Form von Antizionismus und auf subtilere Weise in der Mitte der Gesellschaft.

Mit der Flüchtlingswelle 2015 und rund einer Million Menschen aus vorwiegend muslimisch geprägten Gesellschaften steht Deutschland vor einer neuen Herausforderung, antisemitische Feindbilder zu bekämpfen. Ingo Zander hat sich im Lande umgehört, wie es um den aktuellen Antisemitismus bestellt ist – dabei auch Engagement gegen den Antisemitismus von jungen Deutschen mit arabisch-türkischen Wurzeln in Duisburg kennengelernt.

Autor: Ingo Zander

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Antisemitismus in Deutschland heute

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 26.01.2018 | 21:07 Min.

Download