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Altena – ein Jahr nach dem Messerangriff

Andreas Hollstein, Bürgermeister von Altena, bei einer Pressekonferenz.

Altena – ein Jahr nach dem Messerangriff

Vor einem Jahr wurde der Bürgermeister von Altena mit einem Messer attackiert. Der Angreifer war mit der Flüchtlingspolitik von Andreas Hollstein nicht einverstanden. Die Stadt hatte 2015 freiwillig mehr Flüchtlinge aufgenommen.

"Du holst 200 Ausländer hier rein und lässt mich verdursten." Das hat der Angreifer gerufen, bevor er das Messer an den Hals von Andreas Hollstein geführt hat. Zwei Helfer hatten den Täter zurückgehalten. Der Bürgermeister nennt sie später seine Lebensretter.

Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet Andreas Hollstein Opfer einer solchen Gewalttat geworden ist. Kein anderer Bürgermeister in NRW hat sich so vehement für die Aufnahme von Flüchtlingen eingesetzt wie er. Und kein anderer hat einen so hohen Preis dafür gezahlt. Zwei Hörstürze, etliche Bedrohungen und ein nervenaufreibender Prozess vor dem Landgericht Hagen liegen hinter ihm.

Wir haben Andreas Hollstein ein Jahr lang begleitet und einen Bürgermeister erlebt, der trotz aller Rückschläge weiter an eine offene Flüchtlingspolitik glaubt. Auch wenn das in Altena längst nicht bei jedem auf Zustimmung stößt.

Autor: Fritz Sprengart

Redaktion: Heiko Hillebrand

Altena – ein Jahr nach dem Messerangriff

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 26.11.2018 | 19:48 Min.

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