Americanah – Zwischen Afrika und Amerika

Verschiedene empowernde Grafitti an einer Wand in Dakar, Senegal.

Americanah – Zwischen Afrika und Amerika

In der Heimat in afrikanischen Ländern Spitzenkraft, in der weiß dominierten Gesellschaft mit Rassismus konfrontiert: Dunja Sadaqi und Katharina Wilhelm haben die Erfahrungen vieler schwarzer Migrant*innen zwischen Afrika und den USA aufgezeichnet.

Senait Admassu, gebürtige Äthiopierin kam zum Studierien nach Los Angeles in den USA. Hier gründete sie das Netzwerk für Migrant*innen in den USA auf afrikanischen Ländern "African Coalition".

Senait Admassu, "African Coalition"

In den USA gehören Einwanderer*innen aus afrikanischen Ländern zu den Spitzenkräften. Vor allem Menschen aus der Subsahara kommen in die Staaten zum Studieren, arbeiten als Ärzt*innen, Ingenieur*innen. Die Mehrheit von ihnen ist schwarz. Im afrikanischen Heimatland kein Thema. In den USA angekommen, erleben sie plötzlich das, was die nigerianische Bestseller-Autorin Chimamanda Ngozi Adichie als "Becoming Black" beschreibt. Was für Schwarze Amerikaner*innen seit der Kindheit zum Alltag gehört, erleben die Afrikaner*innen bei der Ankunft oftmals knüppelhart: Das Leben in der weißen Mehrheitsgesellschaft. In den USA ist nicht erst durch die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in 2020 klar geworden, dass noch immer ein großes Problem mit strukturellem Rassismus besteht.

Josephaus Weeks, Einwanderer aus Liberia lebt in den USA und engagiert sich im Netzwerk für Migrant*innen aus afrikanischen Ländern in den USA, der "African Coalition" in Los Angeles.

Josephaus Weeks aus Liberia lebt in den USA.

Einige US-Amerikaner*innen wagen deswegen den Schritt in die andere Richtung und wandern aus - ins "Motherland Africa". Dort werden sie Start-Up-Gründer*innen und bauen sich ein neues Leben auf. Denn einige westafrikanische Staaten umwerben seit Jahren die Schwarze Diaspora und deren Kinder. Ghana zum Beispiel rief 2019 das "Year of Return" aus. Tausende US-Amerikaner*innen machten sich daraufhin auf den Weg – auf Identitätssuche. Dunja Sadaqi (ARD-Studio Nordwestafrika) und Katharina Wilhelm (ARD-Studio Los Angeles) portraitieren Einwander*innen aus ihren Berichtsgebieten – spannen so einen roten Faden zwischen zwei Kontinenten und stellen die Frage nach afrikanischer und Schwarzer Identität. Von Westküste zu Westküste.

Autorinnen: Dunja Sadaqi und Katharina Wilhelm

Redaktion: Moritz Folk

Americanah – Zwischen Afrika und Amerika

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 07.09.2020 20:57 Min. Verfügbar bis 04.09.2021 WDR 5 Von Dunja Sadaqi /Katharina Wilhelm


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Stand: 04.09.2020, 12:24