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Punks – No Future?

Zwei Punker in den 80ern bei einem Konzert

Punks – No Future?

Die Punks der ersten Stunde nähern sich dem Rentenalter. Einige sind bürgerliche Lebenswege gegangen, andere ihrer Lebenseinstellung treu geblieben. Vielen geht es finanziell nicht besonders gut, sie halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, hat Stefan Rheinbay recherchiert.

Was ist eigentlich aus den Punks der ersten Stunde geworden? Mit Lederjacken und Springerstiefeln bekleidete Jugendliche, die mit grünen Haaren und schlechtem Benehmen auf Deutschlands Fußgängerzonen die Bürger erschreckten. Das war Ende der 1970er-Jahre – und 40 Jahre später sind viele Punks ganz bürgerliche Lebenswege gegangen. Etliche haben sich aber getreu dem Motto "if you used to be a punk, you never were" ihre Lebenseinstellung bewahrt.

Eine anhand von 100 Lebensläufen von teilweise noch aktiven Punkmusikern am Kölner Institut für Musikwissenschaft erstellte Studie hat ihre Lebenssituation untersucht. Abgesehen von den wenigen Mitgliedern erfolgreicher Bands wie "Extrabreit" oder den "Toten Hosen" geht es den meisten Alt-Punks nicht besonders gut. Dem Motto "No Future" folgend schloss ein Großteil weder ein Studium noch eine Berufsausbildung ab. Von Auftritten oder Tonträgerverkäufen können nur die Allerwenigsten leben. Viele halten sich mit Gelegenheitsjobs beispielsweise als DJ, Umzugshelfer oder Hundebetreuer über Wasser. Viele sind aber zusätzlich angewiesen auf Transferleistungen.

Autor: Stefan Rheinbay

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Wie Punks alt werden

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 11.09.2019 20:38 Min. Verfügbar bis 09.09.2020 WDR 5 Von Rheinbay Stefan

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