Eine Reise in die achtsame Hochschule

Studentin meditiert auf einer Wiese mit Laptop

Eine Reise in die achtsame Hochschule

Noch vor 20 Jahren wäre es kaum möglich gewesen, dass Lehrkräfte und Studierende gemeinsam meditieren. Seit die Wirkungen von Meditation auf Körper, Gehirn und Psyche nachgewiesen sind, findet die Praxis Einlass in das deutsche Bildungssystem.

Meditation hat lange Zeit ein Schattendasein in esoterischen Zirkeln geführt, wurde milde belächelt. Inzwischen meditieren Lehrkräfte und Studierende teilweise gemeinsam und Studentinnen und Studenten können sich dies sogar als Studenzeit anrechnen lassen. Seit die Neurowissenschaft die Wirkungen von Meditation auf Körper, Gehirn und Psyche nachgewiesen hat, ist die Praxis hoffähig geworden. Jon Kabat-Zinn, ein amerikanischer Molekularbiologe und Meditationslehrer, hat dafür bereits in den 1970er Jahren Pionierdienste geleistet: Er hatte die Zen-Meditation von jeglicher Esoterik und Religion frei gebürstet und eine Methode zur Stressreduzierung entwickelt, die sich englisch Mindulfness Based Stress Reduction, kurz MBSR, nennt. Eine Methode, die durch Übungen der Achtsamkeit, Stress reduzieren möchte und Einlass in die konventionelle Medizin fand.

Stehen die Studierenden unter zu hohem Stress, dass sie Heilung benötigen und stehen die Universitäten mit dem Rücken an der Wand angesichts konstant hoher Studienabbrecherquoten? Was hat sich an deutschen Universitäten verändert, dass gegenwärtig eine Welle der Achtsamkeit an die Hochschulen spült, initiiert von den Präsidenten der Hochschulen, den Professoren selbst? Welche Rolle spielt das Thema der Digitalisierung, wenn es um erhöhten Stress geht? Wie geht es den Studierenden, welche Erfahrungen machen sie im Studienalltag und in den Achtsamkeitskursen – verändern sich die Stressempfindungen und erhalten sie neue Sichtweisen auf ihr Studium, ihr Leben, ihre Zukunft?

Autorin: Veronika Schenk

Redaktion: Gundi Große

Eine Reise in die achtsame Hochschule

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 12.02.2020 19:08 Min. Verfügbar bis 11.02.2021 WDR 5 Von Veronika Schenk

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