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Alltag beim Mieterverein

Mieterverein Köln

Alltag beim Mieterverein

Schimmel, Baulärm, Kündigungen: Mietprobleme sorgen für guten Zulauf bei Mietervereinen. Eva Wolk hat in Köln Mitglieder nach ihren Problemen gefragt und Beratende nach ihrem Arbeitsalltag – und dabei erfahren, dass die Vereine noch viel mehr tun, als sich um Mietersorgen zu kümmern.

Nebenkosten – mit diesem Thema müssen sich die Expert*innen und Jurist*innen beim Mieterverein am meisten beschäftigen. Platz zwei: Wohnungsmängel wie zum Beispiel Schimmel. Die Mieterhöhung hat sich dank Mietpreisbremse auf Platz drei vorgearbeitet. Wegen Schönheitsreparaturen streitet man sich inzwischen seltener als früher. Und dann gibt´s natürlich den ganz normalen Mieteralltags-Wahnsinn. Ziel der Beratungen und der Vertretung gegenüber den Vermieter*innen ist es zunächst, dass die Konfliktparteien ihren Streit ohne Klage oder Prozess beilegen und das Mietverhältnis nicht zerstört wird. Denn kommt es zum Prozess, ist es vielfach nur eine Frage der Zeit, bis die Eigenbedarfskündigung im Briefkasten liegt.

Die Interessenvertretung hat mit Beratung und Dienstleistung für die Mitglieder gut zu tun. Das ist aber nur eins von zwei Standbeinen der Vereine und des Mieterbunds. Das andere: Einflussnahme auf die Politik. So hat der Deutsche Mieterbund dazu beigetragen, dass es überhaupt ein Mietrecht gibt. Auch die hochpreisige Sanierung ganzer Stadtviertel, die alteingesessene Bewohner vertreibt und zahlungskräftige neue anlockt, ist ein Thema für die Mietervereine. In Köln gibt es inzwischen eine Milieuschutzsatzung, erstellt unter Beteiligung des Mietervereins. Der mischt also kräftig mit in der Wohnungsbaupolitik.

Autorin: Eva Wolk

Redaktion: Gundi Große

Alltag beim Mieterverein

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 27.08.2020 19:00 Min. Verfügbar bis 26.08.2021 WDR 5 Von Eva Wolk


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