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Der Kniefall als Protest

Colin Kaepernick (M), Quarterback der San Francisco 49ers

Der Kniefall als Protest

Als Footballspieler Colin Kaepernick 2016 auf die Knie ging, um auf Rassismus und Polizeigewalt aufmerksam zu machen, erntete er noch viel Kritik. Vier Jahre später ist das Knien zur weltweiten Protestgeste geworden.

Der Quarterback der San Francisco 49ers wollte ein Zeichen setzen: Um gegen die systematische Polizeigewalt gegen Schwarze zu demonstrieren, ging Colin Kaepernick bei der Eröffnung der NFL-Saison 2016 auf die Knie. Eine Geste, die für Empörung sorgte und in Hass umschlug: Fans verbrannten Kapernick-Shirts, Donald Trump hetzte gegen ihn und ein Jahr später verlor Kaepernick sogar seinen Job als Footballspieler.

2020 sorgt ein erneuter Fall von rassistischer Polizeigewalt in den USA für weltweite Proteste: George Floyd wird bei seiner Festnahme ermordet, das Video davon geht um die Welt – und plötzlich gehen alle auf die Knie: Sportler*innen, Protestierende, sogar Polizist*innen. Der Kniefall wird im Sommer 2020 zu der Protestgeste der Black-Lives-Matter-Bewegung – in den USA und auch in Deutschland.

Autorin: Hanna Ender

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Der Kniefall als Protest

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 10.09.2020 21:30 Min. Verfügbar bis 09.09.2021 WDR 5 Von Hanna Ender


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