Internationale Klassen an Gymnasien

Türkische Schüler im Unterricht

Internationale Klassen an Gymnasien

Für Schüler, die noch nicht lange hier leben und Deutsch lernen müssen, gibt es schon lange besondere Klassen – an Haupt- und Gesamtschulen. Seit Kurzem bieten aber auch Gymnasien zusätzliche Vorbereitungsklassen an.

Schon immer gibt es Kinder in deutschen Schulen, die Deutsch erst noch lernen müssen, da ihre Eltern aus dem Ausland zugezogen sind. Sogenannte Auffangklassen wurden schon in den 90er-Jahren zu Zeiten des Jugoslawienkriegs vorrangig an Haupt- und Gesamtschulen eingerichtet. Seit 2015, inmitten des Syrienkrieges, ist es aber erneut zu einem gewaltigen Zuzug an schulpflichtigen nicht deutschsprachigen Kindern gekommen. Derzeit werden an die 20.000 Schüler an deutschen Schulen gefördert. Erstmalig mussten sich nun auch Gymnasien der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe stellen und bieten Internationale Vorbereitungsklassen, Internationale Klassen oder einfach Sprachfördergruppen an.

Die Konzepte sind unterschiedlich. Die Schüler gehen direkt mit den deutschen Kindern in den Regelunterricht oder besuchen eine zusätzlich eingerichtete Klasse, in der sie bis zu zwei Jahren ausschließlich unterrichtet werden. Für Lehrer am Gymnasium wie auch für die zugewanderten Schüler stellt das eine große Herausforderung dar, die mit viel Engagement zu meistern ist, wie zwei Bonner Schulen zeigen.

Autorin: Tania Förster

Redaktion: Beate Wolff

Internationale Klassen an Gymnasien

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 12.07.2019 19:50 Min. Verfügbar bis 10.07.2020 WDR 5 Von Tania Förster

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