Die Erft in Bergheim

Die Erft: Vom Fluss zum Flüsschen

Die Erft ist ein besonderer Fluss, weil sie in ihrem Unterlauf im Rheinland vom Grundwasser des Braunkohletage-Abbaus gespeist wird. Doch damit ist 2030 Schluss. Stephan Pesch über den komplizierten Rückbau eines wasserreichen Kanals zu einem natürlichen Flüsschen.

Viele Flüsse in Nordrhein-Westfalen bieten im heißen Sommer 2022 einen für Flüsse ungewohnten Anblick. Der Rheinpegel fiel beispielsweise bei Emmerich zeitweise sogar auf unter Null. Auch die Lippe und die Weser führen deutlich weniger Wasser als normal.

Nur der Unterlauf der Erft, der durch das Rheinische Revier zwischen Bergheim und Neuss führt, ist seit langem randvoll. Denn der Fluss wird mit Grundwasser aus dem Braunkohletagebau gespeist und das ist auch sein größtes Problem. Denn wegen des Kohleausstiegs soll damit in knapp acht Jahren Schluss sein. Um zu verhindern, dass aus der Erft eine Kloake wird, muss sie wieder zu dem natürlichen Flüsschen werden, das sie vor dem Tagebau einmal war.

Autor: Stephan Pesch

Redaktion: Heiko Hillebrand

Die Erft: Vom Fluss zum Flüsschen

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 19.08.2022 19:32 Min. Verfügbar bis 18.08.2023 WDR 5 Von Stephan Pesch


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