Staufen - eine Stadt in ungewollter Bewegung

Staufen Häuser

Staufen - eine Stadt in ungewollter Bewegung

Staufen, das hübsche kleine Städtchen im Hochschwarzwald mit mittelalterlichem Kern hat ein Problem: sein Untergrund bewegt sich aufwärts.

Als vor 10 Jahren um Staufen herum Bohrungen für eine Anlage zur Erzeugung von Erdwärme stattfanden, geschah, was nicht geschehen durfte. Sieben Sonden drangen tief ins Erdreich ein und richteten unwiederbringlichen Schaden an. Das Grundwasser hatte auf einmal freie Bahn, um mit großem Druck in eine Schicht von Gipskeuper einzudringen. Und diese quillt nun und quillt und quillt. Staufen hebt sich. Millimeter um Millimeter, seit Jahren. Da ist kein Ende in Sicht. Und naturgemäß hebt sich eine Stadt nicht im Ganzen, die Bewegungen der Erde sind mal da mal dort, so dass die Wohnhäuser immer größere Risse aufweisen, sogar unbewohnbar werden. Ein Wunder, dass die Gemeinschaft der Bewohner an dieser Katastrophe nicht zerbricht. Unser Autor Herbert Hoven hat erkundet, wie das gelingt.

Autor: Herbert Hoven
Redaktion: Gundi Große

Staufen - eine Stadt in ungewollter Bewegung

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 09.01.2018 | 18:25 Min.

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