Risiko für Patienten: Mangelernährung im Krankenhaus

Essen im Krankenhaus

Risiko für Patienten: Mangelernährung im Krankenhaus

Menschen kommen ins Krankenhaus, weil sie nicht gesund sind. Allerdings wird in den seltensten Fällen geprüft, wie sie sich ernähren - keine Zeit dafür, ist in der Fallpauschale nicht vorgesehen. Muss das so bleiben?

Die Menschen in Deutschland werden immer dicker – das weiß inzwischen wohl jeder, und bekannt sind auch die möglichen Folgeerkrankungen und die Kosten für das deutsche Gesundheitssystem.

Kaum bekannt ist dagegen, dass es hierzulande Menschen und vor allem Krankenhauspatienten gibt, die an Mangelernährung leiden, die schnell viel Gewicht und damit an Energie und Kraft verlieren - ohne das gegengesteuert wird.

Studien haben ergeben, dass etwa ein Viertel aller Krankenhauspatienten betroffen ist, vor allem schwer und chronisch Kranke sowie alte Menschen. Ernährungsmediziner warnen: Mangelernährte Patienten sind anfällig für Komplikationen, sie werden langsamer gesund.

Die Deutsche Krebsgesellschaft geht sogar davon aus, dass 25 Prozent aller Tumorkranken nicht am Krebs, sondern an den Folgen einer sogenannten Auszehrung sterben. Fachleute schätzen, dass Mangelernährung das deutsche Gesundheitssystem jährlich neun Milliarden Euro kostet.

Warum spielt das Thema trotzdem in den meisten Kliniken keine Rolle? Und was bedeutet das für die betroffenen Patienten? Sigrun Rottmann hat recherchiert.

Autorin: Sigrun Rottmann
Redaktion: Mark vom Hofe

Risiko für Patienten: Mangelernährung im Krankenhaus

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 19.03.2018 | 20:30 Min.

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