Klassenfahrt in eine KZ-Gedenkstätte

Eine Frau trägt in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen einen Stoffbeutel mit der Aufschrift "Was bedeutet Bergen-Belsen heute?"

Klassenfahrt in eine KZ-Gedenkstätte

Eine Jahrgangsstufe einer interkulturellen Schule in NRW ist auf Klassenfahrt in das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen gefahren. Sie haben sich dort mit der Geschichte und ihren Lehren auseinandergesetzt. WDR 5 war dabei.

Jeder Schüler und jede Schülerin sollte einmal eine Gedenkstätte von Konzentrations- und Vernichtungslagern besucht haben: Forderungen wie diese gibt es viele, unter anderem von der Antisemtismusbeauftragten des Landes NRW Sabine Leutheusser-Schnarrenberder (FDP). Die zehnte Jahrgangsstufe einer interkulturellen Schule in NRW hat ihre Klassenfahrt dazu genutzt und ist für drei Tage in die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen gefahren. Viele Familien der Jugendlichen sind Zugezogene mit unterschiedlichen historischen und politischen Erfahrungen und Erinnerungen, einige davon ohne Bezug zur deutschen Geschichte. Über 25 Muttersprachen, mehr als 30 Nationen, diverse Religionen und Glaubensbekenntnisse. Ausgrenzung, Diskriminierung aufgrund der Herkunft, des Aussehens, der Religion ist etwas, das viele in ihrer eigenen Familiengeschichte vorfinden, berichten sie. Wie die Jugendlichen auf die jüngere deutsche Geschichte reagieren, was sie wissen und lernen. Und wie ein schweres Thema mit der Leichtigkeit einer Klassenfahrt von jungen Menschen zusammengeht.

Autorin: Larissa Schmitz
Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Klassenfahrt in eine KZ-Gedenkstätte

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 03.07.2019 22:15 Min. Verfügbar bis 01.07.2020 WDR 5 Von Larissa Schmitz

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