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Samenspenderkinder – Suche nach dem Vater

künstliche Befruchtung unter einem Mikroskop.

Samenspenderkinder – Suche nach dem Vater

Kinder haben ein gesetzliches Recht auf das Wissen, von wem sie abstammen. Und auch die meisten Kinder anonymer Samenspender wünschen sich sehnlichst, ihren biologischen  Vater kennenzulernen. Doch ihn zu finden, ist immer noch ein schwieriger Weg.

Die Samenspende ist die älteste Form, Paaren ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Bei Unfruchtbarkeit des Mannes wird die Frau mit dem Samen eines fremden Spenders befruchtet. Schätzungen gehen in Deutschland von mindestens 100.000 so erzeugten Kinder aus. Doch diese wissen häufig nichts davon oder erfahren es erst sehr spät – immer noch klären die wenigsten Eltern ihre Kinder über ihre Entstehungsweise auf. Das Familiengeheimnis kann zu kleineren und auch großen Stolpersteinen im Leben der Kinder werden, das belegen inzwischen internationale Studien.

Diejenigen, die überhaupt davon erfahren, wollen zu 80 Prozent ihren biologischen Vater kennenlernen. Doch das ist oft nicht leicht, die Kliniken halten die Spenderakten unter Verschluss. Ein Reproduktionsmediziner steht nun vor dem Essener Landgericht im Rahmen einer Zwangsvollstreckungsklage: Drei erwachsene Kinder von Samenspendern klagen auf Herausgabe der Spenderakten im Rahmen einer Zwangsvollstreckung mit Beweisführung. Sie wollen wissen, wer ihr genetischer Vater ist.

Autorin: Doris Arp

Redaktion: Julia Lührs

Samenspenderkinder – Suche nach dem Vater

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 14.09.2020 19:36 Min. Verfügbar bis 14.09.2021 WDR 5 Von Doris Arp


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