Wasser - lukrativer als Gold

Wasser - lukrativer als Gold

Bis 2030 könnte über die Hälfte der Weltbevölkerung in Regionen mit großem Wassermangel leben, so der Unesco-Weltwasserbericht. Schon jetzt ist der Handel mit Wassernutzungsrechten lukrativer als der mit Gold. Längst nicht alle Fakten im globalen Kampf ums Wasser.

Ein Wasserglas läuft voll

Der Verbrauch
In Deutschland braucht jeder Bürger im Durchschnitt täglich 123 Liter Trinkwasser. Das Minimum für den persönlichen Bedarf an Trinkwasser und Hygiene liegt etwa bei 20 Litern pro Tag. Erst wenn einem 50 Liter zur Verfügung stehen, ist auch genügend für Wäsche und Baden vorhanden.

Der Verbrauch
In Deutschland braucht jeder Bürger im Durchschnitt täglich 123 Liter Trinkwasser. Das Minimum für den persönlichen Bedarf an Trinkwasser und Hygiene liegt etwa bei 20 Litern pro Tag. Erst wenn einem 50 Liter zur Verfügung stehen, ist auch genügend für Wäsche und Baden vorhanden.

Um weltweit ausreichend sauberes Trinkwasser und Strukturen für sanitäre Dienstleistungen bereitstellen zu können, wären rund elf Milliarden Dollar jährlich nötig - weniger als die Hälfte dessen, was reiche Länder pro Jahr für Flaschenwasser ausgeben.

Die Rechtslage
Im Jahr 2010 verabschiedete die UN-Vollversammlung den Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung als Menschrecht. Das bedeutet, es stellt eine Menschrechtsverletzung dar, wenn einzelnen Personen oder Gruppen der Zugang vorenthalten wird. Das Recht auf Wasser bedeutet jedoch nicht, dass die Ressource allen frei zur Verfügung stehen muss.

Nach der Privatisierung der Wasserdienstleistung stieg in London 1989 der Verbraucherpreis um 147 Prozent, in Portugal um 400 Prozent. Gleichzeitig verschlechterte sich die Qualität des Trinkwassers. In Portugal versiegten nach der Privatisierung die öffentlichen Trinkbrunnen.

Durch Abwasser und Düngemanagement in der Landwirtschaft ist das Grundwasser in Deutschland teilweise stark mit Nitrat belastet. Wegen der aufwändigeren Aufbereitungsmethoden könnte - laut Umweltbundesamt im Juni 2017 - der Wasserpreis für den Verbraucher um bis zu 45 Prozent steigen.

Stand: 10.11.2017, 12:00 Uhr