Terror - Wenn Bilder zu Waffen werden

US-Flagge in der Ruine des World Trade Center

Terror - Wenn Bilder zu Waffen werden

Bilder können zu Waffen werden. Unser Redezeit-Gast Charlotte Klonk ist in ihrer Studie der Frage nachgegangen, welche Rolle die Bilder des Terrors seit dem 19. Jahrhundert bis in unsere unmittelbare Gegenwart spielen.

Tagtäglich betrachten wir Bilder, die uns dann nicht mehr aus dem Kopf gehen: Da sind die Bilder der brennenden Hochhäuser bei dem Anschlag von 9/11. Bilder von den Kerzen am Breitscheidplatz - aber auch Bilder von Entführungsopfern kurz vor der Enthauptung.

Zu keiner anderen Zeit haben Bilder und Fotos unser Bewusstsein mehr geprägt als im heutigen Medienzeitalter. Ganz gezielt werden diese Bilder eingesetzt um Angst und Schrecken zu verbreiten – oder um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen. Ungeübte Betrachter jedoch werden leicht zum Spielball der Interessensgruppen in diesem Krieg der Bilder. Dieser moderne Krieg findet nicht mehr auf dem klassischen Schlachtfeld statt, sondern in den Medien, bei Facebook und Twitter, in Propaganda- und Handyvideos. In ihrem Buch "Terror und die Macht der Bilder" analysiert die Kunsthistorikerin Charlotte Klonk den Zusammenhang von der Darstellung der Gewalt und der Gewalt selbst. Und sie fragt: Wie soll eine freie Gesellschaft damit umgehen?

Literaturtipp:
Charlotte Klonk: Terror. Wenn Waffen zu Bildern werden. S. Fischer Verlag. ISBN 978-3-10-397233-7. Preis 25,00 €

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Terror - Wenn Bilder zu Waffen werden - Charlotte Klonk

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 05.12.2017 | 26:28 Min.

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