Golden, heiter, wärmend: Besuch bei alten Damen

Golden, heiter, wärmend: Besuch bei alten Damen

Junge Menschen haben vor dem Alter oft Angst, vor Krankheiten, dem Tod, vor dem Seniorenheim. Dabei muss der letzte Lebensabschnitt nicht trostlos sein. Wir haben über 80-Jährige getroffen, die fröhlich und gelassen in die Zukunft blicken.

"Übrig bleiben ist auch schön."
"Seit ich alt geworden bin, führe ich ein verrücktes Leben."
"Man muss nicht sterben, um ins Paradies zu kommen. Man kann das schon auf der Erde haben"
.

Worte von Frauen, alten Frauen, jenseits der 70 und damit eigentlich in einem Alter, in dem sie kaum mehr wahrgenommen werden, höchstens wenn es um Probleme geht. Probleme mit dem Wohnen, dem Leben, der Gesundheit. Alter, das ist für die meisten von uns ein Mangel, ein Verlust, etwas, das man fürchten muss. Dabei kann das Alter auch ganz anders ein und vor allem ganz anders gelebt und empfunden werden.

Wie, das haben die Architektin Ulrike Scherzer und die Fotografin Juliana Socher erkundet. Zwei Jahre sind sie durch Deutschland und Österreich gefahren und haben mit alten Frauen über ihr Leben und ihr Wohnen gesprochen. Herausgekommen ist ein bemerkenswertes Buch: Altweiberwohnen. Das klingt schon weniger grau, sondern eher golden und heiter und wärmend.

WDR5-Autorin Veronika Bock hat für Neugier genügt einige alte Damen besucht - und ihnen beeindruckt zugehört.

Literaturtipp:
Ulrike Scherzer/Juliana Socher: Altweiberwohnen. Gespräche und Fotografien über das Wohnen im Alter, Residenzverlag, 152 Seiten, 29,90 Euro

Autorin: Veronika Bock
Redaktion: Ursula Daalmann

Stand: 28.04.2017, 10:15