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Got My Mojo Workin'

Club - Dancefloor Jazz

Got My Mojo Workin'

Von Elise Schirrmacher

Wegbereiter zu sein, ist ein großes Wort und meistens nicht die ganze Wahrheit. Im Fall des Mojo Clubs sind sich die Experten aber einig: Ohne ihn kein Dancefloor Jazz, zumindest nicht in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich.

Jetzt feiert der legendäre Club aus Hamburg seinen dreißigsten Geburtstag. Und wir feiern mit: Wir lauschen im Musikbonus den beiden Mojo-Club-CD-Reihen „electric mojo“ und „dancefloor jazz“, die bis in das Jahr 2008 erschienen und Standards setzten für alle, die im Soul, Funk, Latin, Brazil und HipHop die Wurzeln des Jazz erkannten. Danach war Schluss mit diesem Marketing-Tool aus der Ära der Tonträger. Der Mojo Club aber lebte weiter wie eh und je, mit eindrucksvollen Live-Sessions und DJ–Sets an der Reeperbahn 1.

Oliver Korthals, Kurator der „dancefloor jazz“-Reihe, passionierter DJ und Mitbegründer des Mojo Clubs, erzählt im Musikbonus in seiner unaufgeregten Art, warum es in den Neunziger Jahren noch möglich war, bestimmte Musik an einen bestimmten Ort zu koppeln. Und dass dann beim Tanzen zu dem in Deutschland gerne als intellektuell eingestuften Jazz so etwas entsteht wie ein gemeinschaftliches Glücksgefühl – eben Dancefloor Jazz –, das liegt nicht nur am Glücksbringer „Mojo“ im Namen des Clubs, sondern daran, dass das Tanzen zum Jazz musikhistorisch einfach dazu gehört.

Gespielte Musik:

  • Original Jazz Rockers meet Volker Kriegel: „Zoom“
  • Jimmy Smith: „Stay Loose“
  • Les McCann: „Boo-Go-Loo“
  • John Cameron: „Troublemaker“
  • The Sisters Love: „Give Me Your Love“
  • Quincy Jones: „Hicky Burr“
  • Riot: „Put Your Gun Down Brother“
  • Kelly Gordon: „Independently Poor“
  • Joe Bataan: „Chick-A-Boom“
  • Dave Pike: „Mathar“
  • Lill Lindfors: „Hör Min Samba“
  • The Shirelles: „No Sugar Tonight“
  • La Boom: „Last Night The Dj Saved My Song“
  • Nightmares On Wax meet Quincy Jones: „Les Nuits“