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23.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht

Es wird stürmisch: Die Favoriten im November

Die Favoriten auf WDR 5

Es wird stürmisch: Die Favoriten im November

Von Kathrin Herr

Was hilft am besten gegen Schietwetter? Natürlich eine Tasse Tee, eine Couch und gute Musik! Wir liefern letzteres, wie jeden Monat in Form unserer Favoriten.

Aus rechtlichen Gründen steht das Audio der Sendung nur sieben Tage online zum Nachhören bereit.

Dopha - Happy for me

Dopha - Happy For Me

Dopha zog es von ihrem Elternhaus direkt in die Hauptstadt Kopenhagen, wo ihre Musikkarriere einen großen Sprung machte. Mit ihrer Debütsingle "September till June" zog sie erstmals große Aufmerksamkeit auf sich. Kurz darauf öffnete ihr der Song "Happy for me" die Tore in die dänischen Radios. Was in ihrem Heimatland nicht unentdeckt bleibt, schwappt auch zu uns rüber: Frisch nach NRW und damit zu WDR 5. In unter drei Minuten überzeugt uns die dänische Songwriterin mit ihrem außergewöhnlichen Sound und offenbart ihre Version von Popmusik. Dieses Jahr erschienen zwei weitere Stücke: "3 Years" und "The Game". Da kündigt sich ganz langsam wohl ein Debütalbum an?

Gizmo Varillas - Writing's on the wall

Gizmo Varillas - Out Of The Darkness

Die Musik des Spaniers Gizmo Varillas, der seit seiner Kindheit in Großbritannien lebt, ist bekannt für einen Mix unterschiedlicher Genres. Einerseits gehören folkige und melancholische Songs zu seinem Repertoire, andererseits gibt es auch fröhliche Popmelodien mit spanischen Texten. So auch in seinem neusten und dritten Album "Out of Darkness" aus diesem Jahr. Erstmals kommen in vier Stücken des neuen Albums klassische Streicher zum Einsatz. Unser Favorit Writing’s on the Wall möchte nicht in ein einziges Genre gedrängt werden, enthält aber dennoch einige Jazzelemente. In diesem besonderen Stück ist die musikalische Vielfalt Varillas mehr als hörbar!

Cassia - Drifting

Cassia - Drifting

Musikalisch übt sich die dreiköpfige Band "Cassia" aus Großbritannien in einer Kombination aus Indiepop und Afrobeats. Letztere Einflüsse brachte Sänger Rob mit in die Band: Sein Vater lebte in Sambia mit einem Plattenregal voller Schätze afrikanischer Musiklegenden. Der bekannteste Song der Band "Do it right" handelt davon, wie man Dinge ins Positive ändern kann. In unserem Musikfavoriten "Drifting" wird über das Abschweifen von Gedanken und das Vergessen des Alltags gesungen. Das alles geschieht in den Songs von Cassia mit fröhlichen Melodien und einem lockeren und angenehmen Sound. Sicherlich hören wir bald noch mehr von den drei Briten: Dieses Jahr sind sie nach Berlin umgezogen und wir sind gespannt, welches ihre nächsten Schritte sein werden.

The Jayhawks - Living in a bubble

The Jayhawks - XoXo

Seit 35 Jahren existiert die Band "The Jayhawks" aus Minnesota. Die ursprüngliche Besetzung gibt es aber, durch das Austreten des Gitarristen und Sängers Mark Olsen, nicht mehr. Dieses Jahr erschien das elfte (!) Album der Jayhawks "XOXO", in mittlerweile vierköpfiger Besetzung "xoxo" ist die moderne Kurzform für "hughs and kisses" und genauso 'hip' klingt auch das neue Album. Es könnte daran liegen, dass erstmals alle Bandmitglieder am Songwriting mitwirkten. Auch unser gewählter Favorit "Living in a Bubble" ist darauf zu finden. Gitarrist und Sänger Gary Louis hat seine Gedanken zu "XOXO" auf der Website der Musikgruppe verfasst: "This album feels like a new lease on life for us."

Jungle - Casio

Jungle - For Ever

Jungle ist ein Musikerkollektiv aus London und ob es nun ein Hang zum Mysteriösen ist, oder ob die beiden Jungs einfach nur Social Media Muffel sind bleibt fraglich. Lange Zeit wusste man nämlich nicht so sonderlich viel über die Truppe – inzwischen ist aber durchgesickert, dass es sich dabei um zwei Jungs aus London handelt, die sich manchmal noch ein paar andere Musiker einladen, um dann teilweise zu siebt auf der Bühne zu stehen. J und T – das steht im echten Leben für Josh und Tom – kennen sich bereits seit sie 9 Jahre alt sind. Damals lebten sie quasi Tür an Tür im Londoner Stadtteil Shepherds Bush, seit 2013 machen sie nun auch noch gemeinsam Musik.

Andreya Triana - Dance the pain away

Andreya Triana - Life in Colour

Eigentlich hat Andreya Triana dieses Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Damals, 2010, erschien nämlich ihr Debütalbum, das damals vom Künstler Bonobo produziert wurde. Inzwischen hat sie bereits ihr drittes Album mit Namen "Life in Colour" raus. Das ist zwar nicht mehr ganz so experimentell wie ihr Debüt, aber dafür klingt es durch und durch danach, als sei die Britin genau in dem Stil angekommen, den sie haben wollte. Als Kind hat sich Andreya Triana ganz gerne mal in ihrem Zimmer verschanzt um dort mit zwei Kassettenrekordern und der eigenen Stimme herum zu experimentieren. Und diese Liebe zum Experimentieren hat sie sich übrigens bis heute bewahrt: ihre erste Tour hat sie nämlich ganz alleine und nur mit einer Loopmaschine bewaffnet bestritten.

Leisure - Slipping away

Leisure - Slipping Away

Leisure das heißt zu Deutsch so viel wie Freizeit und der Name ist Programm, sich mit Freunden treffen und eine gute Zeit zusammen haben ist so etwas wie das Motto der fünf Jungs aus Auckland. Deswegen haben sie es auch überhaupt nicht eilig berühmt zu werden oder so, mehr noch, Erfolg ist ihnen auch eigentlich gar nicht wichtig. Da planen sie doch viel lieber gemeinsame Wochenenden im Wald, bei denen dann ganz nebenbei ein paar neue Songs entstehen. "Slipping Away" ist eine von zwei Singles, die dieses Jahr nach einer kurzen Mini-Auszeit entstanden sind. Der handelt von guten davon, über sich selbst hinauszuwachsen für die Menschen die man liebt.

Ziggy Alberts - Don't get caught up

Ziggy Alberts - Don't Get Caught Up

"Don't get caught up" ist einer der momentan aktuellsten Songs vom australischen Künstler Ziggy Alberts. Der hat bereits fünf Alben raus, einige seiner Songs waren auch schon enorm erfolgreich in den Charts und das alles komplett ohne die Hilfe eines Major Labels! Ziggy hat nämlich einfach kurzerhand sein eigenes Label gegründet, "Common Folk Records" heißt das. Generell lässt sich er sich einfach nicht gerne Sachen vorschreiben und genießt einfach seine Freiheit und entspricht damit umso mehr dem Bilderbuch-Surfertyp. Mit 17 hat er angefangen Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben, mit denen war er dann als Straßenmusiker an der australischen Ostküste unterwegs. 

Good Wilson - Divine

Good Wilson - Divine

In ihrer Heimat Österreich sind sie schon längst kein Geheimtipp mehr, hierzulande lässt der Bekanntheitsgrad noch etwas auf sich warten. Aber wir arbeiten schon dran, hier auf WDR 5, diese Band, die sich Good Wilson nennt, ein bisschen populärer zu machen. Die Jungs waren vorher schon mal als Band unterwegs, damals wollte das aber nicht so richtig werden, weswegen sie die ganze Sache vorerst nochmal auf Eis gelegt haben. Dann, ein Jahr später und mit neuem Bassisten ging es dann so richtig los – direkt auch mit dem Debütalbum noch im selben Jahr. Und dann haben sie sich sogar direkt noch einen fancy Namen für ihre Musik überlegt – nämlich Sky Gaze. Sozusagen als Pendant zum Shoegaze, bei dem die Musiker immer auf den Boden schauen, weil da ihre Effektgeräte stehen. Für das Publikum sieht es aber eher so aus, als würden sie ihre Schuhe anstarren.

Henry and the Waiter - Little Paradise

Henry and the Waiter - Little Paradise

Ach, wo ist der Sommer geblieben: Na im Song von Henry and the Waiter! Warme Gitarrenpassagen, energetische Beats, Pfeifen und ein melancholischer Gesang, all das gibt es im Song "Little Paradise", der klingt fast nach ein wenig Westküstenatmosphäre. Dabei kommt "Henry and the Waiter" alias Henrik Steigerwald eigentlich aus Offenbach am Main. "Little Paradise" ist eine Mischung aus Indie und Electropop und soll Hoffnung geben. Genau das dachte sich Henrik zu Beginn der Coronapandemie: Während das Leben still stand, schaffte er sich zu Hause mit der Überarbeitung des Songs sein eigenes kleines Paradies. Wenn "Henrik and the Waiter" es geschafft hat, dann schaffen wir es doch auch, zumindest wenn wir "Little Paradise" hören und mitpfeifen!  

L.A.B. - In the Air

L.A.B. - In the Air

Die fünfköpfige Band L.A.B. aus Neuseeland ist in ihrem Heimatland schon lange nicht mehr wegzudenken. Mit ihrem ersten Album "L.A.B. I" aus 2017, begann der Musikerfolg der Neuseeländer. Ihr Debütalbum war ihnen nicht genug und so brachten sie noch zwei weitere Alben heraus. Letztes Jahr wurde "L.A.B. III" veröffentlicht, die Ideen zum Songwriting entstanden direkt im Aufnahmestudio. Unser daraus ausgewählter Favorit "In the air" sticht besonders hervor, denn er hat keinen wiederkehrenden Refrain und hört sich deshalb mehr nach einer Geschichte an. Dieses Jahr im Mai wurde eine komplette Single "In the Air (Single)" mit vier weitere Dub- und Techhouse Remixen des Originals veröffentlicht.  

Alfie Templeman - Wish I Was Younger

My Best Friend

Alfie Templeman aus Bedfordshire ist gerade einmal 17 Jahre alt und hat dieses Jahr seine Debüt-EP "Happiness in Liquid Form" herausgebracht. Im Song "Wish I was Younger" geht es um die große Liebe: Alfie singt aus der Perspektive eines verheirateten Mannes, der sich wünscht, noch einmal jünger zu sein, um mit seiner geliebten Frau mehr Zeit verbringen zu können. Für eine Extraportion Nostalgie sorgt ein Beat, der an den RnB der 90er Jahre erinnert. Der Teenager nimmt uns mit auf eine kleine musikalische Zeitreise und es scheint, als habe der junge Mr. Templeman schon die wirklich wichtigen Dinge des Lebens verstanden. Jedenfalls singt er schon darüber!

Stand: 14.10.2020, 11:05