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Die Favoriten auf WDR 5

Die Favoriten im März - geben den Takt an für die Sommerzeit

Stand: 09.02.2022, 16:30 Uhr

Von groovigem Pop über Reggae-Rhythmen hin zu gute-Laune-Gitarrenklängen führen uns die Märzfavoriten zu längeren Sonnenstunden. Welche Künstler*innen und welche Geschichten hinter den Favoritensongs stecken, hören Sie auch diesmal wieder im Musikbonus.

Von Kirsten Kynast und Kathrin Herr

Die Favoriten im März - geben den Takt an für die Sommerzeit

WDR 5 Musikbonus 05.03.2022 56:07 Min. Verfügbar bis 05.03.2023 WDR 5


Holy Hive – Story of my life

Holy Hive

Sie hören gerne Folk- und Soulmusik? Dann müssen Sie sich beim US-Trio Holy Hive aus Brooklyn nicht entscheiden. Das Ensemble schafft einen besonderen Mix aus diesen beiden Genres. 2020 wurde ihr Debütalbum "Float back to you" veröffentlicht. Ein Jahr später folgte die selbst betitelte, zweite Platte "Holy Hive". Die Texte darin sind noch persönlicher. In unserem ausgewählten Favoriten "Story of my life" gibt Sänger Paul Springs seinen charakteristischen Falsettgesang zum Besten. Der Schlagzeuger im Bunde namens Homer Steinweiss lieferte bereits für Bruno Mars und Amy Winehouse passende Beats. Das Trio wird mit Multiinstrumentalist Joe Harrison perfekt ergänzt. Das Ergebnis ist kurz gesagt – Musik für die Seele!

Taggy Matcher – On & On feat. Élodie Rama

Taggy Matcher

Sie haben noch nichts von Mr. President oder Bruno "Patchworks" Hovart gehört? Das sind die Synonyme von Taggy Matcher. Wie man den großartigen Multiinstrumentalisten nun auch nennen mag, seine Kompositionen sind stets einzigartig und überraschend. Nach seiner letzten LP "Singasong" aus 2014 mussten sich seine treuen Fans gedulden: 2021 folgte aber nach langem Warten sein 8-Track-Album „Push Push“ mit unserem Favoriten "On & On". Reggae- und Dubeinflüssen gliedern sich perfekt in die Stimme der kreolischen Sängerin Élodie Rama ein. "On & On" ist ein Cover aus 1997 der Soul-Sängerin Erykah Badu. Das Stück bekommt einen neuen Schliff und steht dem Klassiker aus 1997 in keinem nach.

Mar Malade – Cabriolet

Mar Malade

Sie denken beim Wort "Cabriolet" an einen sonnendurchtränkten Tag im Cabrio? Genau nach dieser Art von Roadtrip hört sich auch die Musik des Berliner Duos Mar Malade an. Es besteht aus dem Pianisten Alexander Hauer und Schlagzeuger Michel Martins Almeida. Doch es bleibt nicht bei diese zwei Instrumenten: Gitarren, Bläser und Percussions geben der Musik von Mar Malade eine besondere Fülle und wunderbare Melodien. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum aus 2021 hört sich nach Spaß und Unbeschwertheit an – der perfekte Soundtrack für alle Lebenslagen. Die Platte entstand zum größten Teil in Norddeutschland auf einem Ökohof, inklusive alter Instrumente, die genutzt wurden. Begeben Sie sich mit Mar Malade auf ein sommerliches Abenteuer und verdammt gute Vibes.

Angela Aux – Pearly Gates

Angela Aux

Ob als Komponist, Kino- und Theaterautor, Schriftsteller, Bandmitglied verschiedener Ensembles oder eben als Singer-Songwriter "Angela Aux". Alles, was Florian Kreier aus München anfasst funktioniert einfach. Unser ausgewählter Favorit "Pearly Gates" ist ein kleiner Vorgeschmack auf sein neues Album "Introduction to the Future Self", das im Herbst 2022 erscheinen wird. Im Stück "Pearly Gates" geht es um künstliche Intelligenz und den Klimawandel. Nicht umsonst wird seine großartige Musik mit der von "Bon Iver" oder "Tame Impala" verglichen. Er selbst nennt das Genre in dem er sich bewegt "Krypto-Folk" – und das kann sich hören lassen! Lieder über die Raumfahrt, Cyborg-Liebe und sympathische Alien-Begegnungen. All das bietet uns "Angela Aux" und wir sind gespannt, wohin seine Reise geht.

James Vincent McMorrow – Planes in the Sky

James Vincent McMurrow

2010 begeisterte McMorrow noch mit seiner ruhigen Pianonummer "Higher Love", elf Jahre später hört sich auf seinem neuen Album "Grapefruit Season" alles anders an. Es scheint, als habe er Synthesizer und Pop-Tunes für sich entdeckt. In unserem ausgewählten Favoriten "Planes in the Sky" wird der irische Singer-Songwriter von einem Gitarrenriff und einem eingängigen Beat begleitet. Der Musiker aus Dublin gibt wie gewohnt seine wundervolle Stimme zum Besten. Thematisch geht es in "Planes in the Sky", wie in der gesamten Platte, darum keine Momente zu verpassen. An diesem Stück hat McMorrow über ein Jahr gearbeitet – das Ergebnis kann sich hören lassen!

SUSTO – Summertime

Susto

"Justin Osborne" ist der Gründer der fünfköpfigen Band "SUSTO" aus South Carolina. Der Name "SUSTO" leitet sich von einem lateinamerikanischen Begriff ab, der übersetzt so viel wie "Panikattacke" bedeutet. Musik half Osborne in schwierigen Zeiten und so wurde der Name des Ensembles geboren. Traurig klingen die Stücke der Indie-Rockband allerdings nicht. Unser ausgewählter Favorit "Summertime" ist ein sanfter Track, der an einen sonnigen und entspannten Nachmittag im Sommer erinnert. Er beginnt mit einer verspielten Gitarre, die von rhythmischen Percussions abgelöst wird. Die Stimme des Sängers ist dabei kühl und tief, während er die folgende Geschichte singt: "And now I know, we were only a season". SUSTO schenken uns eine Portion Nostalgie, während bittersüß über das Ende einer Romanze gesungen wird. Klingt nach einem wunderbaren Sommer, den Soundtrack dazu liefern SUSTO gekonnt!

The Jazz Butcher – Melanie Hargreaves’ Father’s Jaguar

Jazz Butcher

Nach dem Tod (10/2021) des Gründungsmitglieds Pat Fish wurde im Februar 2022 das zwölfte Studioalbum der britischen Indie-Popband "The Jazz Butcher" veröffentlicht. Es trägt den Namen "The Highest in the Land". Den Auftakt der ehrenwerten Platte macht unser ausgewählter Favorit "Melanie Hargreaves’ Father’s Jaguar". Auf die Ohren gibt es feinsten Gitarrenpop mit Fishs rauer und sympathischer Stimme. Das Stück klingt ein wenig nach Jazz und gibt den großartigen Ton der gesamten Platte an. Hören Sie "The Hightest in the Land", denn es ist nie zu spät sich in der Klangwelt von Pat Fish zu verlieren.

Jeremy Loops - Sit Down Love

Jeremy Loops

Jeremy Loops sagt von sich selbst, so gut wie nie traurige Musik zu hören. Selbst wenn er schlechte Laune hat, helfen ihm fröhliche Reggae-Tunes viel mehr, um wieder besser drauf zu sein. Und so handhabt er das auch mit seiner eigenen Musik, obwohl er selbst es gut raus hat, auch ernste Themen zu besingen. Unser Song handelt zB von einer Trennung, verpackt in sonnige Popmusik mit Mundharmonika. Wie so viele Surfer ist auch er extrem naturverbunden – und seine Sorge um die Umwelt ging sogar so weit, dass er seine eigene NGO mitgegründet hat. „Greenpop“ heißt die und setzt sich dafür ein, überall auf der Welt Bäumchen zu pflanzen und Gebiete aufzuforsten.

Oscar Anton – Minuit

Oscar Anton

Oscar Anton  ist ein junger Künstler aus Lyon, der seine Songs am liebsten in gewohnter Umgebung produziert: nämlich in seinem Schlafzimmer. Oscar ist ein absoluter DIY-Profi, der gerne am liebsten alles selber macht. Grade ist er auf Tour und schickt von unterwegs musikalische Postkarten – wie er es nennt. Heißt konkret: in jeder Stadt in der er sich länger aufhält sucht er sich einen anderen Künstler oder Künstlerin, um mit ihnen einen Song zu produzieren. In unserem Song „Minuit“ ist allerdings niemand anderes als seine Schwester Clementine zu hören. Laut der beiden ist der Song das Ergebnis daraus, wenn man einen Sommer lang 60er und 70er Jahre Discomusik in Dauerschleife hört.

Sean Koch – Always Remember

Pool

Der Singer Songwriter Sean Koch aus Südafrika und seine beiden Bandkollegen haben sich vollkommen der Surfer und Hang-Loose Menthalität verschrieben. Aber nicht ohne die ernsten Themen wie soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz aus den Augen zu verlieren. Viele ihrer Songs handeln von genau diesen Themen. Unser Song „Always Remember“ ist allerdings den beiden älteren Brüdern von Sean Koch gewidmet, die er auch mittels Kinderbilder im Video zum Song verewigt hat. Sean Koch plant übrigens im Oktober ein paar Shows in Deutschland – unsere Daumen sind gedrückt, dass das funktioniert.

Pool – Elliot

Pool

Die Band Pool kommt aus Hamburg und der Song „Elliot“ war letztes Jahr sozusagen ihr kleines Weihnachtsgeschenk an alle Fans – im Dezember erschien er und war ihre insgesamt fünfte Single letztes Jahr. Die Band selbst ist  zwar noch ganz jung (Anfang 20) und trotzdem haben die vier bereits zehnjähriges Bandbestehen gefeiert. Hoffentlich – so Corona es zulässt – gibt’s dieses Jahr auch wieder das ein oder andere Konzert von und mit ihnen. Und im Juni könnte man in der Hinsicht tatsächlich wieder Glück haben beim Duisburger Traumzeit Festival.