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Die WDR 5 Musikredaktion kürt die neun besten Titel im März

Die Favoriten auf WDR 5

Die WDR 5 Musikredaktion kürt die neun besten Titel im März

Von Kathrin Herr

Echte Preise gibt's bei uns leider nicht, dafür aber Ruhm, Ehre und das Attribut "besonders schön". Wir haben ermittelt welcher Titel in welcher Kategorie überzeugen konnte und wer am Ende unser Liebling des Monats ist.

Aus rechtlichen Gründen steht das Audio der Sendung nur sieben Tage online zum Nachhören bereit.

Cas Haley - We All The Same

Lessons and Blessings

Immer wenn Cas Haley angefangen hat das Gitarrenintro zum neuen Album zu spielen, soll laut eigener Aussage ein Hahn vor seinem Fenster gekräht haben. Ob das nun so stimmt, das bleibt natürlich Cas' Geheimnis, aber immerhin hat es der Hahn aufs Cover vom aktuellen Album geschafft! Da der Texaner sehr zurückgezogen im texanischen Hinterland auf einer Familienfarm lebt, ist die Story aber auch gar nicht so komplett unwahrscheinlich. Unser Song "We all the same" stammt übrigens vom insgesamt 5. Album des Texaners, das ausschließlich auf besagter Farm aufgenommen und produziert wurde. Sozusagen eine Art Familienprojekt, das Cas' Frau Cassy nach ihrer Krebsdiagnose wieder Mut machen sollte.

Los Amigos Invisibles – Aldemaro en su camoro

The new sound of the venezuelan gozadera

Los Amigos Invisibles – also so viel wie "die unsichtbaren Freunde". Der Name kommt von einer venezolanischen Fernsehsendung, in der der Moderator immer von seinem Publikum als seinen "unsichtbaren Freunden" gesprochen hat. Das Trio aus Venezuela ist schon seit über zwanzig Jahren zusammen unterwegs, 1995 erschien ihr Debütalbum, das direkt mal durch die Decke ging. Ein paar Jahre später wurde die Band dann von niemand anderem als David Byrne von den Talking Heads entdeckt, der in einem Plattenladen in Manhattan über eines ihrer Alben stolperte und sie direkt auf seinem Label unter Vertrag nahm.

Chance McCoy – No one loves You (The Way that I do)

No one loves You (The Way that I do)

Chance McCoy ist ein Indie-Folk-Musiker aus West Virginia. Inspiration schöpft er meistens während seiner Reisen und auch unser Favoritensong "No one loves You (The Way that I do)" ist unterwegs entstanden. Die Texte des Songs entsprechen der Wahrheit und nach eigenen Aussagen musste er allein die Romantik dazuerfinden, denn auf seiner letzten Reise durch den Westen der USA fühlte er sich besonders einsam. Vor seinem Soloprojekt war er Mitglied der Streicherband "Old Crow Medicine Show" aber bereits letztes Jahr ging McCoy auf Solotournee. Auch in NRW auf dem "Haldern Pop-Festival" 2019 begeisterte er seine Fans. Hoffentlich hören wir bald noch mehr vom Violinisten, Gitarristen, Banjospieler und Sänger – kurz: Chance McCoy!

Vetiver – Wanted, never asked

Up On High

Vetiver sind gefühlt schon seit 100 Jahren am Start und versüßen uns die Indie-Folk und Amerikana Musiklandschaft. Gut – 100 Jahre sind jetzt eventuell ein bisschen übertrieben, aber knapp 20 können sich ja definitiv auch schon sehen lassen. 2002 vom kreativen Epizentrum Andy Cabic ins Leben gerufen hat die Band letztes Jahr ihr insgesamt 8. Studioalbum veröffentlicht und direkt noch ein Live-Album hinterhergeschossen hat. Vetiver ist übrigens der Name einer Pflanze aus Süd-Indien, der man eine beruhigende Wirkung nachsagt. Unsere Band hat definitiv eine ähnliche Wirkung und hat es auf dem aktuellen Album "Up on High" auch geschafft einen warmen und fast schon heimeligen Klang zu erschaffen.  

Stu Larsen – Whisky and Blankets (A tu lado)

Whiskey and Blankets

Inspiriert wurde der australische Musiker Stu Larsen durch die wahre Liebe und echte Glückseligkeit. Er selbst beschreibt seine Musik als einen Mix aus einfachen Melodien und simplen Gitarrenakkorden – man könnte es auch als Musik zum Mitsingen betiteln. Neben der Musik liebt der Singer-Songwriter das Reisen und Fotografieren. Tatsächlich war er bereits in über 40 Ländern unterwegs. Bevor es nach Südamerika ging, wollte er sich aber schon immer das Spanischsprechen beibringen. Das ist ihm mit unserem Favoriten gelungen! Passend zu seiner Reiselust, sind auch seine Angaben über seinen aktuellen Wohnort auf facebook: "no fixed address". Sein Motto ist ganz einfach kurz und knapp: „Exploring & Wandering“, aber bitte mit "Whisky and Blankets"!

Tim Kamrad – Find

Changes

Gute Musik muss nicht von weit herkommen! Unser Favoritentitel "Find" ist vom Künstler Tim Kamrad aus Velbert. Die Stadt Velbert gehört zum Kreis Mettmann und liegt in NRW. Der Singer-Songwriter spielt schon seit seiner Kindheit Gitarre. Mit seinem Vater hörte er beinahe täglich der gemeinsamen Lieblingsband zu – den Beatles. Mit sieben Jahren begann dann die Gesangskarriere Kamrads mit einem Auftritt im Schulchor. Seitdem hat sich vielleicht gar nicht einmal so viel verändert. Er spielt weiterhin mit Leidenschaft Gitarre, singt wahnsinnig gerne und auch sein Vater gehört immer noch mit zum Team. Rauf und runter, genauso heißt sein passendes Debütalbum aus 2018 – "Down & Up".

Pish - Anyway

Anyway

Pish ist eigentlich einer von vielen Spitznamen des Norwegers Pål Vindenes. Als Frontsänger der Band Kakkmaddafakka hat er bereits mehrere Alben veröffentlicht und große Tourneen gespielt. Trotzdem hatte er immer den Traum vor seinem 30. Lebensjahr eine Solokarriere zu starten. Nicht des Geldes wegen, einfach um alles selbst steuern zu können. Herzlichen Glückwunsch Pish – sein persönliches Ziel ist ihm mit Pish gelungen. Abgrenzen von seiner Band will sich der junge Musiker aber keineswegs, denn mit dieser schreibt er weiterhin neue Songs. In einem Interview sagte er einmal lachend: "Musically it sounds like Kakkmaddafakka but I don’t care, I did it anyway ".
 "Anyway" heißt auch unser Favorit des Künstlers.

Pool – Moving on

Moving On

Beim ersten Brainstorming des Wortes "Pool" kommen uns sicherlich Assoziationen wie "Sommer, Sonne, Strand und gute Laune" in den Sinn. Pool ist eine dreiköpfige Band aus Hamburg, die genau diese Thematik musikalisch in ihren Songs ausdrückt. Das Trio versprüht handgemachten Indie-Sound und das schon seitdem die Jungs Teenager sind. Die Hamburger begannen schon im Alter von 13 Jahren gemeinsam Musik zu machen. Ihrem Genre und ihrer Freundschaft sind sie von da an treu geblieben. "Moving on" ist ihr erster Track, den sie komplett alleine geschrieben, produziert, gemixt und gemastert haben. Im März ist die Band auch in NRW unterwegs, zum Beispiel am 18.03. im Luxor in Köln. Bis dahin hören wir weiterhin pfeifend und mitsingend unseren Favoriten "Moving on".

Hollow Coves – Moments

Moments

2013 haben sich die beiden Jungs von den Hollow Coves über gemeinsame Freunde kennengelernt. Da beide aber gerne unterwegs sind, haben sie ihre Songideen kurzerhand per E-Mail ausgetauscht. Zwischendurch produzieren die beiden Australier aber auch gemeinsam im Studio. Der Leidenschaft fürs Reisen dürften wir es allerdings zu verdanken haben, dass wir so lange auf das Debütalbum der beiden Brisbaner warten mussten. Inzwischen ist es aber endlich da und heißt genauso wie unser Favorit – "Moments". Der Bandname Hollow Coves bedeutet übrigens so viel wie Hohlräume und kommt vom erklärten Ziel der Band, Musik zum Zurückziehen zu produzieren.

Bastian Baker – Stars

Stars

Der Schweizer stand damals vor der Entscheidung: Geschichte und Französisch studieren, eine Karriere als Profi Eishockey Spieler einschlagen oder aber, Musiker zu werden. Unsere Musikredaktion auf WDR 5 bereut seine Entscheidung jedenfalls nicht – genauso wie er selbst hoffentlich. Nach Auftritten bei der Fußball WM und den Olympischen Spielen in Brasilien hat sich der Künstler in Land und Sprache verliebt und wollte unbedingt mal einen Song mit brasilianischer Beteiligung rausbringen. Gesagt getan, während einem Aufenthalt in Nashville entstand unser Song namens "Stars" und die weibliche Stimme gehört der brasilianischen Sängerin Clara Gurjão.

Stand: 21.02.2020, 11:00