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Zehn goldene Titel – Die Favoriten im September

Die Favoriten auf WDR 5

Zehn goldene Titel – Die Favoriten im September

Von Kathrin Herr

Diesen Monat gibt es wieder zehn musikalische Highlights, die ein bisschen extra Aufmerksamkeit verdient haben: unsere Favoriten eben. Neben der Musik gibt’s wie immer alle Infos rund um die Künstler hinter den Titeln.

MorMor - Pass the hours

Pass the hours

MorMor ist der Künstler, Sänger, Produzent und Multi-Instrumentalist Seth Nyquiest aus Toronto.  Typisch für die Musik des Kanadiers ist seine unverkennbare Falsettstimme – sprich seine männliche Kopfstimme. "Where are we" ist 2019 auf der EP "Some Place Else" erschienen. MorMor selbst beschreibt den Schaffensprozess seines Albums so: "I wrote these songs during a time where I couldn’t shake my demons. I was forced to confront what I had been masking in smiles and metaphors." Herausgekommen ist eine sensible, aber gleichzeitig entspannende EP, die zum Zurücklehnen und Nachdenken einlädt.

Far Caspian - Blue

Album: Between Days

In der Biografie der vierköpfigen Band aus England ist "Melanjolly" zu lesen. Quasi ein Mix aus Melancholie (melancholy) und fröhlich (jolly). "Melanjolly" beschreibt die Musik von Far Caspian tatsächlich sehr gut. Auf ihrer Debüt-EP "Between Days" ist von melancholischen Tönen bis hin zu poetischen Texten alles zu finden. Die EP besticht durch eine Reihe von Songs, die alle ihren eigenen Charakter besitzen. In unserem Favoritensong "Blue" wird ganz entspannt, mit treibendem und rauschendem Beat, über eine unerwiderte Liebe gesungen. Nur wenige Bands machen so viel Freude beim Hören trauriger und doch prägender Themen.

Marvin Gaye - Where are we going

You're the man

Es ist schwer, die verstorbene Soullegende Marvin Gaye in einem Kurztext zu beschreiben. Oft werden neue Musikgrößen mit Marvin Gaye verglichen oder er zählt als DAS Idol heranwachsender Musiker. Ende März kam das posthume Album "You're the man" von Marvin Gaye heraus. Es gilt als das "verlorene" Album, da seit 1972 existiert und  musikalisch sehr durchmischt ist. Es enthält politische, aber auch sexuell angehauchte und funkige Songs. Dieses Jahr wäre Marvin Gaye 80 Jahre alt geworden. Wir gedenken mit unserem Favoritensong an Marvin Gaye und sind dankbar für die musikalische Inspiration, die bis heute andauert!

Adam Green - Freeze my love

Album: Freeze my Love

Ende Mai wurde unser Favoritensong "Freeze my Love" von Adam Green unter dem Label "30th Century" veröffentlicht. Der Song ist eine Singleauskopplung des neuen Albums "Engine of Paradise". Die Veröffentlichung von "Engine of Paradise" ist auf den 06. September vordatiert –  passt also perfekt zu unseren Septemberfavoriten. James Richardson (MGMT) und Florence Welche (Florence and the Machine) haben unter anderem auf dem neuen Album mitgewirkt. Adam Green plant außerdem einen Roman, als Fortführung seines Albums, zu schreiben. In Deutschland gibt der New Yorker Künstler Ende Oktober in Hamburg und Berlin Konzerte.

GOSTO - With You

Album: What do you mean 'you need a colour TV'

GOSTO ist der niederländische Sänger, Multiinstrumentalist, Songwriter und Produzent Roel Vermeer. Er lässt sich beim Komponieren von Künstlern wie James Blake, der Band Flying Lotus und Jeff Buckley inspirieren. Am Ende klingt jeder Song, als wäre eine ganze Band am Werke gewesen. "With you" ist von seinem Album "What Do You Mean 'You Need A Colour TV'". Hier hört man Songs die zwischen Melancholie und Humor hin- und herspringen. Das gefühlvolle Pop-Album ist laut GOSTO "Der perfekte Soundtrack zu einer lauen Sommernacht mit wenig Schlaf".

Pish - Price

Price

Wenn man bereits in einer so erfolgreichen Band wie Kakkmaddafakka spielt, fällt es sicherlich nicht leicht, einen eigenen Sound, ohne Band zu finden. Genau das war auch Pishs Problem, lange Zeit hat er gesucht– inzwischen kann er definitiv mit dem Endergebnis zufrieden sein! Raus kam nämlich, wie auch bei unserem Favoriten "Price" ein frischer und fröhlicher Sound, der an Bands wie Metronomy oder Empire of the Sun erinnert und einfach nur gute Laune verbreitet. Dass Pish ab und zu Solo-Sachen rausbringt, hat weder was damit zu tun, dass er seine Band verlassen möchte, noch dass er sich erhofft damit noch erfolgreicher zu werden. Es dient ihm lediglich als Ventil, um all die musikalischen Ideen, die er im Kopf hat, einmal raus zu lassen.

Izo Fitzroy - Slim Pickings

Slim Pickings

Sehr nah am Motown-Sound der 60er-70er und doch gleichzeitig erfrischend aktuell: Das ist der Sound von Izo Fitzroy. Die Soulsängerin, Pianistin und Songwriterin kommt aus London. Für ihre Songs sind groovige Bassläufe, frische Blues-Gitarren, mitreißende Bläser und vor allem ihre ausdrucksstarke Stimme charakteristisch. Auch wenn ihr erster Auftritt schon weit zurück liegt – dies war vor etlichen Jahren, während ihres Studiums, in einer kleinen Bar in Glasgow – hat sie auch nach jahrelanger Bühnenerfahrung noch immer großes Lampenfieber. Wer sie schon einmal live gesehen hat, der weiß: Das hat sie gar nicht nötig, so souverän und charismatisch stehen nur wenige Musiker auf der Bühne. Im Mai erschien ihre neue Single "Slim Pickings", ein Vorbote zum neuen Album, das noch dieses Jahr rauskommen soll.

Leisure - Easy Way Out

Easy Way out

Leisure das heißt zu Deutsch so viel wie Freizeit und der Name ist Programm. Sich mit Freunden treffen und eine gute Zeit zusammen haben, ist so etwas wie das Motto der fünf Jungs aus Auckland. Deswegen haben sie es auch überhaupt nicht eilig berühmt zu werden oder so, mehr noch, Erfolg ist ihnen auch eigentlich gar nicht wichtig. Da planen sie doch viel lieber gemeinsame Wochenenden im Wald, bei denen dann ganz nebenbei ein paar neue Songs entstehen. "Easy way out" ist ihre aktuelle Single, die Anfang diesen Jahres erschienen ist. Wir hoffen, dass da bald wieder ein Wochenende im Wald ansteht, damit wir endlich ein bisschen Nachschub bekommen.

Jeremy Loops – Waves (Cabu Remix)

Waves - Cabu REmix

Jeremy Loops ist ein inzwischen international wohlbekannter Künstler aus Südafrika. Ursprünglich hatte der allerdings mal einen ganz anderen Karriereplan: mit einem Studium der Immobilienwirtschaft wollte er eigentlich Anlageberater werden! Nach seinem Studienabschluss ist er allerdings in eine Sinnkrise geraten, war zwei Jahre lang als Musiker auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs und hat dann beschlossen, dass Immobilien irgendwie doch nicht so sein Ding sind. Glück für uns, so gibt’s immerhin mehr gute Musik –"Waves" hieß der Song grade in einem Remix vom australischen Künstler Cabu.

Sacred Paws – How Far

How Far

Ihr Debüt-Album wurde damals 2016 überall in den höchsten Tönen gelobt, inzwischen ist auch das Nachfolgewerk "Rund around the Sun" auf dem Markt. Die Rede ist natürlich vom schottischen Duo Sacred Paws, bestehend aus Rachel Aggs und Eilidh Rodgers aus Glasgow. Die beiden haben bereits zusammen in einer Frauen-Punkband namens Golden Grrrls gespielt, sich inzwischen jedoch selbständig gemacht und sich mittlerweile eher dem Genre Indie-Pop verschrieben. Was die Themenwahl der Songs angeht hat sich hingegen nicht wirklich viel verändert: noch immer stehen Feminismus und der Kampf gegen Rassismus im Vordergrund. Allerhand Persönliches gibt’s allerdings ebenfalls zu hören.