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Bunt wie die Blätter im Herbst - unsere Favoriten im Oktober

Die Favoriten auf WDR 5

Bunt wie die Blätter im Herbst - unsere Favoriten im Oktober

Von Kathrin Herr

Auch im Oktober liefern unsere Favoriten wieder spannende Geschichten, Künstler und eine bunte Auswahl an guter Musik. Wenn es draußen ungemütlich wird, bringen wir die richtige Stimmung durchs Radio!

Ran Nir – Obsession

Obsession

Spätestens nach DEM Hit "Reckoning Song" oder auch bekannter als "One Day" von Asaf Avidan & The Mojos, ist Musik aus Israel auch in unseren Breitengraden angekommen. Ran Nir ist Mitgründer dieses erfolgreichen, israelischen Bandprojektes und macht mittlerweile auch als Solokünstler Musik. Sein Debütalbum "Obsession" trägt denselben Namen, wie unser Favoritensong. Ran Nir beschreibt "Obsession" so: "The song reflects cynically and almost comically about the human need to find something to fill the endless void within us: drugs, medication, fashion or music – anything that would make us feel more alive moving from one obsession to the next – I need to find a new obsession".

Bad Bad Hats – Wide Right

Album: Wide Right

Kerry Alexander, Chris Hoge und Connor Davison sind die Band "Bad Bad Hats". Der Name des Trios ist ein Charekter des Kinderbuches "Madeline". Seit 2012 existiert die Band aus Minneapolis. Zwar nicht mehr in der ursprünglichen Besetzung, aber ihrem Indie-Rock-Sound ist die Band treu geblieben. An ihr zweites Album "Lighting Round" aus 2018 knüpften die Musiker dieses Jahr März an: Unser Song "Wide Right" ist auf der gleichnamigen EP und auch hier gibt’s den gewohnten und geliebten Pop-Punk-Charakter von "Bad Bad Hats" zu hören.

 Jeb Loy Nichols feat. The Westwood All-Stars – You got it wrong

Album: June Is Short, July Is Long

Als in den 90er Jahren der Alternative Country in Deutschland bekannt wurde, konnte man Jeb Loy Nichols mit der Country-Dub-Band "The Fellow Travellers" hören. Mittlerweile hat Nichols als Soloprojekt schon elf (!) LPs herausgebracht. Außerdem widmet er sich in der Einöde von Wales auch noch der Schriftstellerei und der bildenden Kunst. Der Künstler birgt stets musikalische Überraschungen. Bei unserem Favoritensong "You got it wrong" sind soulige Bläser zu Hören.. Ursprünglich wollte Nichols in Zusammenarbeit mit "The Westwood All-Stars" nur Demos aufnehmen. Das gemeinsame Jammen war aber so erstaunlich gut, dass direkt ein Album aufgenommen wurde. "June Is Short, July Is Long" kam dabei heraus und bleibt bis zum letzten Track hörenswert.

Pete Josef – Move on

"I won't lie to you I'm sad" heißt es im Song von Pete Josef. Der Song beschreibt eine beendete Beziehung, trotzdem trägt der Song den Titel "Move On". Der Künstler aus Bristol hat sein 2015 veröffentlichtes Album „Colour“ auf dem Berliner Label „Sonar Kollektiv“ veröffentlicht. Das Label ist bekannt für grenzüberschreitende Musik – es ist also nicht verwunderlich, dass Jazz, Soul, Pop und Downbeat auf "Colour" zu finden sind. Das Album ist eine Mischung aus Euphorie und leichter Melancholie – perfekt für den anfangenden Herbst!

NEØV – Raindrops

Album: Raindrops

Aufgewachsen in einem Haus voller Progressive-Alben, mit Platten von David Bowie und Pink Floyd – die zwei Brüder Anssi Neuvonen & Samuli Neuvonen aus Finnland haben quasi die Musik mit in die Wiege gelegt bekommen. Mittlerweile ist die Band NEØV ein Trio. Ihr Indiepop mit melancholischen Passagen wird oft mit "The XX" verglichen. Unser Favoritensong "Raindrops" wirkt mit dem verspielten Piano fast schon wie eine Ballade. Es ist auf dem Album "Volant" unter Clouds Hill (Indigo) erschienen. "Volant" ist für NEØV das Debütalbum als Trio.

Leisure – Too much of a good thing

Album: Twister

Sie sind eine Art neuseeländische Supergroup – Leisure aus Auckland. Die fünf Jungs stammen nämlich alle aus den unterschiedlichsten Bereichen der Musikbranche. Geplant war die Band eigentlich als Freizeitprojekt, inzwischen wird allerdings kräftig getourt, wie eben erst durch Europa. Unter anderem mit unserem Favoriten namens "Too much of a good thing". Der handelt von der modernen Gesellschaft und wie heutzutage jeder auf der Suche nach der eigenen Bestätigung ist, aber auch davon, wie schwer es sein kann nein zu sagen.

Fionn Regan – Collar of Fur

Collar of Fur

Der irische Singer/Songwriter Fionn Regan war das gerade mit "Collar of Fur". Der ist einer der insgesamt 10 Songs, die man auf dem aktuellen Album "Cala" findet und die er allesamt in seinem Haus am Stadtrand von Dublin geschrieben hat. Außerdem ist der Song auch unser Favorit von ihm. Wie genau sich Songs entwickeln, bleibt Fionn dabei allerdings selbst ein Rätsel – aber er freut sich natürlich jedes Mal, wenn es wieder passiert und natürlich auch darüber, dass er sie als Musiker einfangen und zu Papier bringen kann.

Matt Simons – Last to know

Album: After the Landslide

Er feierte seinen Durchbruch damals bei einer niederländischen Seifenoper, weil ausgerechnet die Produzentin von eben jener Soap zufällig im Publikum von einem seiner Konzerte saß. Der Song eben war auch von Matt Simons, die Zeiten der Seifenopern sind allerdings vorbei. Sein aktuelles und damit insgesamt drittes Studioalbum "After the Landdslide" erschien diesen April und ist sein bislang persönlichstes Album. Darauf vereint er Texte über Liebe, Verlust und Trauer um damit möglichst viele Menschen zu erreichen und deren Leben zu berühren.