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Jetzt läuft: Youth von Andreas Herrmann

Erfrischung für die Ohren gefällig?

Die Favoriten auf WDR 5

Erfrischung für die Ohren gefällig?

Von Kathrin Herr

Dann könnten unsere Favoriten gerade recht kommen. Frische Tunes sorgen bei uns für die passende Sommerstimmung, egal ob am See, im Büro oder bei einem kühlen Getränk im Garten.

Changed Habits – Rainy forgiveness

Album: Rainy Forgiveness

Changed Habits sind der österreichische Songwriter und Produzent Lukas und Andy aus Kiel. Der Bandname – frei übersetzt "veränderte Gewohnheiten" - beschreibt die Situatuon der jungen Künstler relativ gut: Andy wollte finanziell unabhängig vom Elternhaus werden, während Lukas gerade in Lernphasen in seiner täglichen Routine feststeckte. Also einfach einmal die Gewohnheiten ändern, dachten sich die beiden. Für ihren bekannten Debutsong "Memory" von 2015 trafen sich das Duo übrigens quasi per Blinddate: Das erste Treffen lieferte direkt den Erfolgssong. Unser Favorit "Rainy Forgivness" aus 2018 schließt musikalisch an die Anfänge der Band an.

Sticky Fingers – Not Done yet

Album: Yours to keep

Unsere musikalische Favoritenreise geht erneut nach Australien. Aus Sydney kommt die fünfköpfige Band „Sticky Fingers“. Die Musik der Sticky Fingers ist eine einzigartige Mischung aus Reggae, Psychedelic Rock und Pop. Nach mehr als zwei Jahren Pause kehrte die Band nun Anfang dieses Jahr mit einem neuen Album namens „Yours to Keep“ zurück. Das neue Album hat weniger Reggae-Einflüsse und ist etwas ruhiger gehalten. Es beschreibt den Blick auf die Vergangenheit und Veränderungen. Unser ausgewählter Favoritensong „Not done Yet“ beginnt mit hypnotischen Gitarrenakkorden. Die Band beschreibt ihre Musik selbst so:
“If the Clash, Pink Floyd and Arctic Monkeys are three beads of sweat that meet rolling down your back, Sticky Fingers are there licking it up.“
Davon überzeugen Sie sich am besten selbst!

Young Gun Silver Fox - Mojo rising

Album: AM Waves

"Young Gun Silver Fox" ist der britische Sänger Andy Platts und Multiinstrumentalist Shawn Lee aus Kansas. Die beiden lernten sich via MySpace kennen. Für ihre Kompositionen nehmen die Musiker weiterhin Aufnahmen getrennt voneinander auf. Die einzelnen Spuren werden hin und her geschickt. Die fertigen Songs klingen wie frisch und gemeinsam im Studio aufgenommen. Frisch – das beschreibt den Sound von "Young Gun Silver Fox" sehr gut. Ihr Album "AM Waves" ist die musikalische Suche nach ihrem eigenen Sound, verbunden mit dem prägenden Musikstil der 70er. Erneut machen wir eine Zeitreise mit einem unserer Favoritensongs.

Durand Jones & The Indications - The sea gets hotter

Long Way Home

Wenn man von "Durand Jones & The Indications" liest und hört, fallen oft Vergleiche mit den Soulmusikern Curtis Mayfield oder auch Marvin Gaye. Durand Jones mit Unterstützung von der Band "The Indications" produzieren makellosen und authentischen Sixties-Soul, wie wir ihn momentan gerne hören. Verbunden mit den klassischen Themen Romantik und Herzschmerz hat jeder Song des neuen Albums "American Love Call" Hitpotenzial. Das Album wurde übrigens live eingespielt und kaum nachbearbeitet. Einer Zeitreise in die 60er Jahre steht mit unserem Favoritensong "The sea gets hotter" nichts mehr im Wege!

Júníus Meyvant - Let it pass

Album: Across the Borders

Unnar Gíslí Sigursmundsson ist der gebürtige Name, der sich hinter Júníus Meyvant verbirgt. Seit 2016 ist der Isländer aus der Musikkultur nicht mehr wegzudenken. Sein Debütalbum "Floating Harmonies" bestand jede Musikkritik und wurde hoch gelobt. Júníus Genremix aus Indie-Folk-Soul-Pop überraschte sowohl das isländische als auch das internationale Musikpublikum.  Anfang dieses Jahr erschien sein zweites Album "Across the Borders". Seinem Musikstil ist er dabei treu geblieben, auch wenn das Album im Vergleich etwas ruhiger und weniger pompös ist. Jeder Song ist einzigartig und besitzt "das gewisse Etwas". On top schenkt uns der Musiker mit seinen Songs Wärme und Gelassenheit. Musik von Júníus Meyvant darf in keiner Playlist fehlen!

H-Burns – Tigress

Album: Midlife

Der Singer Songwriter H-Burns hat uns erst Ende März sein neues Album beschert, sein insgesamt Siebtes. „Midlife“ heißt es und ist keineswegs eine Krise, sondern viel mehr ein Rückblick, auf das bereits Erreichte. Unser Song „Tigress“ ist der Opener dieses Album und das Video dazu ein etwas lasziv geratener Roadtrip durch die südkalifornische Stadt San Diego (inklusive kurzem Ausflug in die Waschanlage), die aber eine ernst gemeinten Message beinhaltet und mit kritischem Auge auf das digitale Zeitalter blickt. H-Burns, oder Renaud Brustlein wie er im echten Leben heißt, stammt übrigens aus dem Südosten Frankreichs, genauer gesagt aus der Stadt Romans-Sur-Isère

Lou Doillon – Too much

Album: Soliloquy

"Soliloquy", also zu Deutsch so viel wie Selbstgespräch, so hat die Künstlerin Lou Doillon ihr neues und damit insgesamt drittes Studioalbum genannt. Auf ihm findet sich auch unser Favorit "Too much" wieder. Die junge Französin hat einige Zeit gebraucht, sich aus dem Schatten ihrer großen Schwester Charlotte Gainsbourg und ihrer nicht minder berühmten Mutter Jane Birkin, freizukämpfen und ihren eigenen Weg zu gehen. Inzwischen ist ihr dies allerdings ziemlich gut gelungen, sodass Lou nun als eigenständige Person des Birkin-Clans wahrgenommen wird. Das beweist allein schon der Erfolg ihres Debütalbums von 2012, das damals auf Platz drei der französischen Charts eingestiegen ist. Nebenbei ist sie übrigens auch als Model auf den Titelseiten von angesagten Lifestylemagazinen wie der Vogue zu sehen. 

Aldous Harding - The Barrel (Radio Edit) 

The Barrel

Früher klangen die Songs von Aldous [Älldus] Harding genauso düster und traurig wie die Texte dazu. Ihre Texte handeln zwar noch immer von Ängsten und Selbstzweifeln, dafür klingt die Musik selbst inzwischen ein bisschen fröhlicher. Was sie uns allerdings mit dem Refrain unseres Favoriten sagen möchte, das wird wahrscheinlich ihr Geheimnis bleiben. Eine Taube kommt drin vor, genauso wie ein Ei, dem ein totes Frettchen gezeigt werden soll. Weniger kryptisch ist da hingegen die Strophe, da wird nämlich auch klar, dass es ihr um die Angst vor Kontrollverlust und die Panik vor der Mutterschaft geht. In den Videos zu ihren Songs zeigt sich die Neuseeländerin übrigens ebenfalls von ihrer eher abgedrehten Seite. Mal kriecht sie durch Matsch, mal trägt sie seltsame Masken, oder wie im Falle von "The Barrel" ein Kostüm im Stil der amerikanischen Pilgerväter.

Ten Fé – Won't happen

Won't happen

Ten Fé, das ist Galicisch und heißt so viel wie "hab Vertrauen". Kennengelernt haben sich Ben und Leo, die beiden Bandgründer, auf einer WG-Party. Ihre ersten musikalischen Erfahrungen haben sie als U-Bahn-Musiker, so genannte "Busker", in der Londoner Tube gemacht. Dann folgte ein raketenartiger Erfolg, ihr Debüt-Album hatte direkt mal 30 Millionen Klicks bei Spotify. Was als Duo begann, ist inzwischen jedoch offiziell ein Quintett, das inzwischen sein zweites Album "Future Perfect, Present Tense" raus hat. Darauf befassen die fünf Jungs sich mit der komplexen Thematik "Zeit". Und dann geht’s doch direkt im Opener darum, dass etwas gar nicht passiert. "Won't Happen" heißt der und ist übrigens auch unser Favorit.

Angus & Julia Stone - Chateau

Album: Snow

Nur die wenigsten wissen wahrscheinlich, dass die Geschwister Angus & Julia Stone in ihre musikalische Karriere eigentlich als Blechbläser gestartet sind: Angus an der Posaune und Julia hat jahrelang Trompete gespielt. Davon ist im Song "Chateau" allerdings überhaupt nichts mehr zu hören, vielmehr ist es dieser verträumte, poppige Indie-Folk, den wir so an ihnen lieben und den sie uns mal wieder als Duett präsentieren. Das australische Geschwisterpaar ist nach seiner kurzen Solo-Pause inzwischen so vereint wie nie zuvor. Unser Favorit ist zwar nicht brandaktuell (er stammt vom 2017er Album "Snow"), macht sich aber dennoch einfach unfassbar gut in unserem Tagesprogramm hier auf WDR 5. 

Sean Koch - Born Freedom Fighters

Born Freedom Fighters

Sean Koch hieß einmal "Sean Koch Trio". Doch aus drei engen Freunden aus Kapstadt wurden vier enge Freunde. Nun heißt die vierköpfige Band einfach nur "Sean Koch". Seit 2016 sind sie gerade in der Surferszene nicht mehr wegzudenken. Inmitten ihres akustischen, aber auch elektronischen Sounds, behalten sie ihren Singer-Songwriter-Charakter bei.Nach bisher drei erfolgreichen Europatourneen kehren sie auch dieses Jahr wieder nach Deutschland zurück. Wer die Band einmal live hören will, kann das schon im Oktober im Studio 672 in Köln. Bis dahin empfehlen wir, einfach unseren Sommerfavoriten "Born Freedom fighters" rauf und runter zu hören.