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Die Favoriten auf WDR 5

Die Besten im August - Die WDR Favoriten

Die WDR 5 - Favoriten bekommen auch diesen Monat wieder ihre Primetime. Neben der Musik gibt es alle Infos rund um die Künstlerinnen und Künstler, zum Beispiel welche Fabel den Keston Cobblers Club inspiriert hat, uns davon zu überzeugen, dass wir nicht alleine sind.

Von Kathrin Herr, Kirsten Kynast

Die Besten im August - Die WDR Favoriten

WDR 5 Musikbonus 06.08.2022 56:10 Min. Verfügbar bis 13.08.2023 WDR 5 Von Kathrin Herr


Ben L’Oncle Soul – I dont want to see you cry

Ben Loncle Soul

Sie suchen nach einem zeitlosen und dennoch frischen Sound? Dann sind Sie bei Ben L’Oncle Soul genau richtig! Der französische Künstler aus Tours hat die Musik der großen Jazz- und Soullegenden quasi schon in die Wiege gelegt bekommen: Seine Mutter hörte Aretha Franklin und Otis Redding rauf und runter. Mittlerweile ist Ben L’Oncle Soul, ehemals L’Oncle Ben, zu einem Idol geworden. Dieses Jahr meldete er sich mit seinem Album "Red Mango" zurück, das auch Reggae-Fans überzeugt: Neun Songs enthält die Platte, teils komplett neue Stücke, aber auch Coverversionen sind enthalten. Wie wäre es mit Rihannas "Stay" oder "Imagine" ganz neu gedacht? Unser Favorit "I don’t wanna see you cry" stammt ursprünglich von Ken Boothe. Überzeugen Sie sich doch am besten einfach Live im November auf einem der drei Konzerte hier in Deutschland. Wenn Sie von Jazz nicht genug bekommen können, dann erfreut Sie Ben L’Oncle Soul auf den Leverkusener Jazztagen.

Gene Caberra – Leave this world behind

Gene Caberra

Gene Caberra ist ein Trio um den Berliner Gitarristen und Sänger Gene Caberra. Die Band bedient sich unterschiedlichen Musikgenres. Das Ergebnis? Ein einzigartiger Sound, der nicht nur in Berlin rauf und runter gehört wird. Ihr neues Album "Patchwork" mit zehn Titeln ist ein wunderbarer Mix aus Rock, Pop, Reggae und Blues. Wir haben uns als Favoriten das gefühlvolle Stück "Leave this world behind" herausgesucht. Das persönliche Motto von Gene Caberra ist hier besonders hörbar: "Bringing the Blues back to people". Blues neu gedacht – wir können von Caberras erfrischendem Sound nicht genug bekommen.

Keston Cobblers Club – no, you are not alone

Keston Cobblers Club

Das fünfköpfige Ensemble Keston Cobblers Club wurde 2009 von den Geschwistern Matthew und Julia Lowe gegründet. Die Indie-Folk-Band meldete sich dieses Jahr nach zweijähriger Pause mit ihrem neuen Konzeptalbum "Alchemy" zurück. Die Platte basiert auf einer alten Fabel ihrer Heimatstadt Keston: In der Erzählung geht es um einen Alchemisten, der eine Flaschenpost findet und letztendlich zu der Erkenntnis gelangt, dass alle Schätze, die er suchte, schon immer in ihm waren. "Alchemy" soll uns Hörer*innen an unseren inneren Reichtum erinnern. "No, you are not alone" ist das Ende der 13-Track-LP und klingt stellenweise fast schon episch. Keston Cobblers Club erzählen und eine wunderbare Geschichte, die musikalisch gekonnt untermauert wird.

Raoul Vignal – To bid the dog goodbye

Raoul Vignal

Raoul Vignal ist ein spannender Künstler aus Lyon, der letztes Jahr bereits die VÖ seines dritten Studioalbums feiern konnte. Und inzwischen hat man den Eindruck, dass er endlich auch seinen eigenen Stil gefunden hat, klangen seine ersten Songs doch sehr nach einem seiner größten Einflüsse, Nick Drake. Unser Favorit "To bid the dog goodbye" hat zwischen all dem Countryfolk sogar einen leicht orientalischen Touch und stammt von eben jenem dritten Album "Years in marble". 

BENEE – Marry Myself

Benee

Stella Rosa Bennetts aus Neuseeland hat unter ihrem Künstlerinnennamen BENEE im Frühjahr dieses Jahr ihre EP "Lychee" herausgebracht. Darauf sind sechs einzigartige und experimentell klingende Stücke enthalten. Darunter auch unser Favorit "Marry Myself". Wie schon der Titel erahnen lässt, geht es im Song um das Thema Selbstliebe. In "Marry Myself" lehnt die Sängerin einen Heiratsantrag ab, da sie sich selbst heiraten will. Ihr Indie-Pop, der trotz aller Experimentierfreude stets positiv klingt, erinnert im Song an Bossa Nova. BENEEs EP ist eine abwechslungsreiche und gelungene musikalische Begleitung – einfach DER Soundtrack für den Sommer.

Your Smith – The Spot

Your Spot

Your Smith ist der neue Künstlername der früheren Caroline Smith aus Los Angeles. Auf ihrer Debüt-EP "Bad Habit" (2018) ist neben drei weiteren Stücken auch unser Favorit "The Spot". Das Lied geht direkt ins Ohr, erinnert an den Sound der 90er, klingt dennoch modern und hier und da sogar etwas experimentell. Die Singer-Songwriterin kreiert mit ihrer Musik den perfekten Mix aus Funk, Alternative und Soul. Oftmals wird Your Smith auch mit Sheryl Crow verglichen. Wir stellen fest: Sie beide sind im Popuniversum nicht mehr wegzudenken.

Jakob Wundrack – Who Knows

Who Knows

Singer-Songwriter Jakob Wundrack verbindet in seiner Musik Finesse und Groove. Der Berliner Künstler ist nicht nur Sänger, sondern auch ausgebildeter Tontechniker. Außerdem wuchs er in einer äußerst musikalischen Familie auf, Vater und Mutter spielten viele verschiedene Instrumente. Es ist also nicht verwunderlich, dass sein Debütalbum „With Me In Here“ in all seinen Facetten begeistert. In unserem ausgewählten Favoriten „Who knows“ überzeugt uns sofort die eingängige Stimme des Multiinstrumentalisten. Jakob Wundrack zieht uns mit den elf Songs seiner Platte in den Bann und zeigt uns Stück für Stück, welches Talent in ihm steckt.

Jakob Dylan – All day long

Jakob Dylan

Was tun, wenn der eigene Vater ein übergroßer Folk-Star ist? Richtig, man wird einfach auch Musiker. Genau das hat zumindest Jakob Dylan getan, er ist der Sohn vom einzig wahren Bob Dylan. Solche überdimensional großen Fußstapfen machen es einem jedoch auch nicht immer einfach – vielleicht war Jakob genau aus diesem Grunde immer am liebsten mit seiner Band 'The Wallflowers' unterwegs. Und das überaus erfolgreich! Zwei Grammys konnten die Band nämlich bisher schon gewinnen. "All day long" ist allerdings eines von Jakobs wenigen Solo-Werken und erschien bereits 2008.

FredAtLast – One day

Fredatlast

FredAtLast ist im Popuniversum lange kein unbekanntes Gesicht mehr: Als Bassist der Band "Little Dragon" schreibt er schon seit vielen Jahren internationale Musikgeschichte. Im Mai veröffentlichte der Multiinstrumentalist und Singer-Songwriter seine Debüt-EP "Banner of A Lost Belief". Die 5-Track-EP handelt davon mutiger zu sein. Aufgenommen wurden alle fünf Lieder in einer verlassenen Holzmühle in Schweden. Finalisiert wurden sie im "Little Dragon" Studio in Göteborg. In einigen Passagen der Veröffentlichung spielen auch die drei übrigen Little Dragon Mitglieder mit. Vollen Support gibt es nicht nur von der Band, sondern auch von uns: Unser gewählter Favorit ist das Stück "Banner burns", da der musikalische Facettenreichtum hier besonders hörbar ist. Wir sind erfreut über die Neuentdeckung und sind gespannt, was FredAtLast in Zukunft von sich hören lässt.