Geld stinkt nicht - wie Frauen mehr verdienen

Technikerin

Geld stinkt nicht - wie Frauen mehr verdienen

Frauen in Deutschland wählen seltener gut bezahlte technischer Berufe als in Spanien und Litauen. Warum verharren sie mit Kind in Teilzeit? Was sucht das Mutterbild der 50er Jahre in den Köpfen der Millennials? 

Der boomende Arbeitsmarkt und die verbesserte Kinderbetreuung reichen nicht aus, damit Frauen die volle Verantwortung für ihre ökonomische Absicherung übernehmen. Nach dem ersten Kind wechseln viele Mütter mit wehenden Fahnen für Jahrzehnte in Teilzeit. Weil sie nicht die bestbezahlten Berufe gewählt haben, drohen bei Trennung Abstieg und Altersarmut. Warum wollen viele Mädchen lieber in sozialen Berufen Opfer bringen, als sich in der Technikbranche ein überdurchschnittliches Einkommen zu sichern? Weshalb kalkulieren Abiturientinnen nicht ein, dass sie auch im Alter ein gutes Auskommen haben? Fehlen Vorbilder, wenn die Frauenquote in den Dax-Vorständen bei nur 6 Prozent liegt?

Die Serie zum Internationalen Frauentag im Morgenecho vom 4. bis zum 8. März – immer um 7.25 Uhr.      

Teil 1: Mädchen für Technik begeistern!
Von Christina Jahnich

Laut Statistischem Bundesamt verdienten Frauen 2017 rund 21 Prozent weniger als Männer. Dabei könnten sie auch in Berufen arbeiten, in denen sie viel Geld verdienen würden. Etwa im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich. Doch hier sinkt ihr Interesse sogar, hat das Institut der Deutschen Wirtschaft festgestellt. Verstärkt wird jetzt versucht, Mädchen für diese Berufe zu interessieren. Ein Beispiel ist der Touch-Tomorrow-Truck der Bonner Hans-Riegel-Stiftung.

Geld stinkt nicht (1/5): Mädchen für Technik begeistern!

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 04.03.2019 03:32 Min. Verfügbar bis 29.02.2020 WDR 5 Von Christina Jahnich

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Teil 2: Studentinnen an der RWTH     
Von Silke Oettershagen

Frauen stellen an der Aachener Hochschule nur ein Drittel der Studierenden. Professorinnen in den klassisch technischen Fächern wie Maschinenbau sind extrem unterrepräsentiert. Schon vor 15 Jahren hat der Verein Deutscher Ingenieure gefordert, dass die Studienfächer für Frauen attraktiver gestaltet werden sollten. Eine der wenigen Professorinnen in Aachen kümmert sich um "Gender und Diversity in den Ingenieurswissenschaften".     

Geld stinkt nicht (2/5): Studentinnen an der RWTH

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 05.03.2019 03:09 Min. Verfügbar bis 04.03.2020 WDR 5

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Teil 3: Die Mütterfalle     
Von Clemens Hoffmann

In Deutschland haben Frauen zehn Jahre nach der Geburt des ersten Kindes im Schnitt einen Einkommensverlust von über 60 Prozent. In Dänemark sind es 21 Prozent. Sie verlassen sich auf die Ehe und profitieren vom Ehegattensplitting. Eine Schweizer Studie macht eine Familienpolitik dafür verantwortlich, die sehr lange Elternzeiten möglich macht.     

Geld stinkt nicht (3/5): Die Mütterfalle

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 06.03.2019 03:15 Min. Verfügbar bis 04.03.2020 WDR 5

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Teil 4: Quotendruck
Von Julia Barth

Die Quote in den Aufsichtsräten hat den Frauenanteil auf 31 Prozent steigen lassen. Für die Vorstände der großen deutschen Unternehmen gibt es keine Genderquote, der Anteil liegt nach wie vor bei sechs Prozent. Mitte Februar hat Bundesfrauenministerin Franziska Giffey in einem Interview gesagt: "Am Ende muss es eine sanktionsbewehrte Verpflichtung geben. Alles andere führt zu nichts." Denn Frauen brauchen langsam mehr gutverdienende Vorbilder.

Geld stinkt nicht (4/5): Quotendruck

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 07.03.2019 03:36 Min. Verfügbar bis 05.03.2020 WDR 5

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Teil 5: Verdienen statt helfen
Von Ute Schyns      

Für Frauen ist ein hohes Gehalt nicht der Motor für die Berufswahl. Die Nähe zum Menschen oder die Selbstverwirklichung zum Beispiel in der Geisteswissenschaft sind Kriterien für das Arbeitsleben. Wie könnte "gutes Wirtschaften" zum Faktor in Frauenbiografien werden?     

Geld stinkt nicht (5/5): Verdienen statt helfen

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 08.03.2019 03:19 Min. Verfügbar bis 06.03.2020 WDR 5 Von Ute Schyns

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Redaktion: Isabel Reth

Stand: 07.03.2019, 17:51