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Google-Strafe: Gutes Signal!

Symbolfoto der Online-Suchmaschine google

Google-Strafe: Gutes Signal!

Von Jörg Schieb

Die EU-Wettbewerbshüter haben zum dritten Mal eine Milliardenstrafe gegen Google verhängt. Der Suchmaschinenriese habe seine Vormachtstellung bei Onlinewerbung missbraucht. Jörg Schieb kommentiert.

Schon zum dritten Mal verhängt die EU eine saftige Strafe gegen Google. Diesmal sind es 1,49 Milliarden EUR. Warum? Weil Google nach Ansicht der EU-Kommission mal wieder seine „marktbeherrschende Stellung ausgenutzt hat“. Diesmal bei Online-Werbung. Und zwar bei einer ganz besonderen Form von Online-Werbung: „Adsense for Search“ genannt. Bei den Werbeanzeigen im Umfeld von Suchergegbnissen.

Wenn eine Webseite, sagen wir zum Beispiel ein Blog, eine Suchfunktion auf der eigenen Webseite anbieten möchte, kann sie dafür Google nehmen. Google bietet diesen Service kostenlos an. Einzige Bedingung: Die Webseite darf zwar die Suchfunktion von Google nutzen, muss aber auch die Werbeanzeigen von Google anzeigen – und darf keine anderen Anzeigen zusätzlich präsentieren.

Google-Strafe: Gutes Signal!

WDR 5 Morgenecho - Kommentar 21.03.2019 02:28 Min. WDR 5

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Genau das ist der Knackpunkt: Weil Google derart mächtig ist, haben sich alle für Google entschieden – andere Werbung ist nicht zum Zuge gekommen.

Klingt für den Laien kompliziert. Hat aber eine enorme Wirkung: Andere Werbeanbieter haben durch diesen Trick kaum eine Chance, gegen die Marktmacht Google anzukommen. Weil Google seine eigenen Dienste – in diesem Fall die Suchfunktion – nur in Kombination mit anderen Funktionen – Online-Werbung – anbietet und zu allem anderen Überfluss die Konkurrenz verbietet.

Redaktion: Lisa Schöffel

Stand: 21.03.2019, 07:40