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E-Auto-Kaufprämie – Regierung reitet totes Pferd

Elektroauto an der Ladesäule

E-Auto-Kaufprämie – Regierung reitet totes Pferd

Von Dirk Rodenkirch

Die Bundesregierung verlängert die staatliche Kaufprämie für Elektroautos bis Ende 2020. Sie habe sich in der Praxis bewährt, erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. "E-Autos sind nach wie vor Ladenhüter", kommentiert Dirk Rodenkirch.

E-Auto-Kaufprämie - Regierung reitet totes Pferd

WDR 5 Morgenecho - Kommentar 01.06.2019 01:33 Min. WDR 5 Von Dirk Rodenkirch

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Allgemein wird ja davon abgeraten, tote Pferde weiter zu reiten. Aber die Bundesregierung sieht noch einen Funken Leben in der Kaufprämie für E-Autos. Wirtschaftsminister Altmaier behauptet sogar, der Umweltbonus- wie die Prämie offiziell heißt - habe sich bewährt.

Die Zahlen sagen etwas anderes. EU-Autos und Hybride sind in Deutschland immer noch Ladenhüter. Und mit ihnen die Kaufprämie. Vor drei Jahren mit viel Tamtam eingeführt, sollte sie Schwung in den Markt mit Elektroautos bringen. Doch um beim Eingangs-Bild zu bleiben: Das Pferd lahmte von Beginn an. Die Prämie wurde kaum abgerufen, der Großteil des Fördergeldes blieb bis heute ungenutzt.  Dennoch: Die Entscheidung ist richtig, die Kaufprämie zu verlängern. Denn die Zulassungszahlen bei E-Autos steigen stetig, wenn auch immer auf dürftigem Niveau.

Aber gerade jetzt den Strecker zu ziehen, wäre das falsche Signal. An die Autokäufer, aber auch an die Industrie. Denn – die liefert nun langsam die Modelle, die es schon vor Jahren gebraucht hätte, um die E-Mobilität voranzubringen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Bundesregierung braucht die EU-Auto-Förderung für ihr Klimaschutz-Konzept. Da werden gerade viele Förderideen zusammengetragen. Ob die wirken, oder floppen wie der Umweltbonus, ist dabei offenbar egal. Hauptsache die Regierung erweckt den Eindruck, sie nehme ihre eigenen Klimaschutzziele ernst.

Redaktion: Brigitte Simnacher

Stand: 31.05.2019, 16:24