Nach langem Leiden - Aus für die CeBit

Menschen laufen an einer Schauwand auf der Cebit vorbei, 15.03.2015

Nach langem Leiden - Aus für die CeBit

Eigentlich hat die Cebit einen ziemlich modernen Bereich abgedeckt. In Zeiten der Digitalisierung hätte die IT-Messe eigentlich vorne sein müssen, doch Aussteller und Fachbesucher blieben aus. Reinhild Buschak kommentiert das Ende der Cebit.

Die Cebit 2018 – sie war so ganz anders! Und trotzdem war sie die letzte Cebit! Den Machern ist es nicht gelungen mit ihr in die neue digitale Zeit zu gehen. Das Konzept von einem Technikfestival mit jungen Kreativen überzeugte viele Aussteller nicht. Erst blieben die Großen wie Microsoft und Telekom weg, dann auch der Mittelstand. Und ja, der Fall war tief – kamen zu Hochzeiten um die Jahrtausendwende bis zu 800.000 Besucher so waren es im vergangen Juni noch nicht mal 120.000. Das gab dann schließlich auch den Ausschlag. Die Messe AG hat der Cebit leider keine zweite Chance gegeben. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, so offenbar die Devise. Und das obwohl die Branche selbst sich zufrieden zeigte mit dem neuen Look.

Das Aus ist schlecht für die Stadt Hannover, für das Land Niedersachsen. Doch nicht nur für die. Gerade jetzt, da die Digitaloffensive in aller Munde ist; in der Zeit, in der ein Aufbruch möglich und auch nötig wird - geht die Cebit als wichtiges Forum verloren! Denn sie wäre der richtige Ort gewesen, um Menschen mitzunehmen; um den digitalen Wandel greifbar zu machen. Diese Chance ist jetzt vertan.

Nach langem Leiden - Das Ende der Cebit

WDR 5 Morgenecho - Kommentar | 29.11.2018 | 01:29 Min.

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Redaktion: Golo Schmidt

Stand: 28.11.2018, 17:18