Die Coronacharts

Himmel mit Wolken und Musiknoten

Die Coronacharts

Die ersten musikalischen Vorboten der Pandemie zeigten sich in der Singer/Songwriter-Szene früh: Schon 1963 nuschelte Bob Dylan etwas von „Corona“, gut bei ihm klang es eher wie „Corinna, Corinna“. Doch spätestens seitdem im März der Lockdown verhängt wurde und Musiker zwangsweise in die vorgezogene Sommerpause geschickt wurden, kennt die Kreativität kein Halten mehr.

Schließlich mussten sich die unterbeschäftigten Bühnenkünstler irgendwie die Zeit vertreiben. Gestreamte Wohnzimmerkonzerte gehörten ebenso zum Pflichtprogramm wie der "Coronasong", mit dem ein ganz neues Genre begründet wurde. Die ersten Lieder befassten sich mit eher vordergründigen Aspekten wie Händewaschen oder Hamsterkäufen bei Nudeln und Klopapier. Doch bald folgten Lieder, die sich in tiefergehender Weise mit der Situation auseinandersetzten und über die „Wohlstandsquarantäne“ sinnierten oder frei nach Billy Joel feststellten "We didn’t start the Virus".

Schon jetzt einen Klassiker schuf Manfred Maurenbrecher mit seinem epochalen Zehnminutensong "Isso“" ein wortgewaltiger Abgesang auf die alte Welt anstimmen, aus dass aus ihr etwas Neues, hoffentlich Besseres entstehen möge. Michael Lohse zieht eine musikalische Bilanz aus einem halben Jahr Corona-Virus und präsentiert die schönsten Songs zur Pandemie. Nur bitte nicht nachsingen in geschlossenen Räumen – es droht erhöhte Ansteckungsgefahr!

Redaktion Michael Lohse