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Man muss auch mal ‘nen Witz machen dürfen

Jürgen Becker zeigt mit dem Zeigefinger ins Publikum.

Jürgen Becker zum 60. Geburtstag

Man muss auch mal ‘nen Witz machen dürfen

Wer Jürgen Becker trifft, hat schon nach kurzer Zeit das Gefühl, sein Freund zu sein. Michael Lohse porträtiert den Künstler, dem die Herzen zufliegen. Der Kölner Kabarettist, Autor und Moderator ist ein Phänomen: politisch scharfzüngig, aber niemals unversöhnlich.

Freunde und Weggefährten, die in der Sendung zu Wort kommen, beschreiben Becker als Menschenfreund mit großem Herzen, der durch den Erfolg nie arrogant geworden ist. Das Leben von Jürgen Becker, der am 27. August 1959 in Köln geboren wurde, liefert reichlich Stoff: Sozialarbeiter, Werbezeichner, Traktorfahrer, Motorradfreak – es gibt wenig, das der 60jährige ausgelassen hat. Er führte Kabarett und Karneval zu einer neuen Symbiose – ob als Präsident der Kölner Stunksitzung, in dem Kabarett-Trio „3Gestirn Köln 1“, als Moderator und prägende Figur der „Mitternachtsspitzen“ oder als Solokabarettist. Seine großen Themen sind Kapitalismus, Religion und natürlich seine Heimatstadt Köln. Die Neugier treibt ihn an. Mit wissenschaftlicher Unterstützung erschließt er sich in seinen Programmen immer neue Gebiete wie die Kunstszene oder die Kulturgeschichte der Sexualität. Dabei schafft er es, mit seinem Humor die Distanz zu überwinden. Albernheit ist für ihn kein Schimpfwort. Sein Motto auf der Bühne und im Leben lautet: „Man muss auch mal ‘nen Witz machen dürfen“.

Eine Hommage von Michael Lohse

Redaktion Hartmut Krause

Stand: 23.07.2019, 13:57