Wir basteln uns eine Wasser-Luft-Rakete

Raketenexperiment für Kinder

Wir basteln uns eine Wasser-Luft-Rakete

Diese Rakete zum Nachbauen wird mit Wasser und Luft betrieben. So zu sagen ein Einsteigermodell für die Raumfahrtexperten von morgen - und einer Aufsichtsperson.

Wenn eine Rakete startet, entstehen mächtige Qualmwolken, bevor sie mit einem Feuerstrahl abhebt. Der "Raketenmotor" erzeugt eine lange, kontrollierte Explosion. Das liegt an den Gasen, die dabei entstehen. Sie entweichen mit großer Wucht nach unten. Dadurch geben sie der Rakete einen mächtigen, Stups und damit den Schub, der sie nach oben befördert.

Je mehr Gase aus der Rakete kommen und je schneller sie strömen, desto größer ist der Schub. Um 1 Kilogramm Nutzlast – also einen Satelliten oder Teile für eine Raumstation – in das Weltall zu transportieren, braucht man fast genauso viel Treibstoff.

Und so geht das Experiment

Messer zerschneidet Korken, Fahrrad Ventil in das Korkenloch stecken

Schneidet den Korken in der Mitte durch. Bittet einen Erwachsenen, in eine Korkenhälfte ein Loch zu bohren, in das euer Fahrradventil passt. Es soll fest im Loch sitzen, eventuell klebt ihr es dort fest - aber unbedingt die Luftlöcher des Ventils offen lassen!

Flaschen mit Wasser füllen, Korken auf die Flasche setzen

Füllt dann die Flasche zu etwa einem Drittel mit Wasser. Die anderen vier Flaschen füllt ihr randvoll und schraubt die Verschlüsse fest drauf.

Jetzt geht es nach draußen auf eine freie Fläche - etwa eine große Wiese. Stellt die vier Flaschen mit Wasser im Viereck auf und bindet sie mit dem Gummiband oder Gurt zusammen. Das ist eure Startrampe.

Abbildung Raketen-Flasche auf Startrampenflaschen montieren mit Luftpumpe verbinden

Den Luftschlauch von der Luftpumpe steckt ihr von unten durch die Mitte der vier Flaschen. In die Öffnung der fünften Flasche, die nur zu einem Drittel gefüllt ist, presst ihr nun den halben Korken mit dem Fahrradventil.

Zu guter Letzt befestigt ihr den Luftschlauch am Ventil (aber nicht den Korken lockern!) und steckt die Flasche kopfüber in die Mitte der vier Wasserflaschen. Sie muss kerzengerade nach oben zeigen!

Ab jetzt extreme Vorsicht!

Luft in die Raketen-Flasche pumpen, extrem vorsichtig

Stellt die Luftpumpe so weit wie möglich von eurer Startrampe auf und geht in die Hocke. Nach einem gemeinsamen Countdown bedient euer erwachsener Helfer die Luftpumpe. Bei jedem Pumpen steigen Luftblasen in der Flasche auf ...

Irgendwann gibt es einen lauten Knall und die Rakete saust los. Dabei zieht sie einen Schwall Wasser hinter sich her! Warum?

Was ist passiert? Und wie kommt es dazu?

Wenn ihr Luft in die Flasche pumpt, presst ihr die Luft darin zusammen. Ist der Druck groß genug, wird der Korken herausgedrückt. Jetzt ist die Raketendüse offen und Wasser wird herausgepresst. Dabei entsteht ein Rückstoß, der die Rakete kräftig nach oben drückt – so lange, bis das Wasser verbraucht ist oder sich die Luft in der Flasche entspannt hat.

Entscheidend ist, nicht zu viel Wasser in die Flasche zu füllen, sonst wird sie zu schwer. Und auch nicht zu wenig, sonst hat die Rakete nicht genügend Treibstoff.

Das Buch zum Artikel

Buchcover: Frag doch mal ... Spannende Experimente zum Ausprobieren, Forschen und Staunen

Das Buch von Joachim Hicker (Autor) und Bettina Reich (Illustratorin) ist im cbj-Verlag erschienen.

Der Artikel von Joachim Hecker mit Illustrationen von Bettina Reich stammt aus dem Buch "Frag doch mal ... Spannende Experimente zum Ausprobieren, Forschen und Staunen". Es ist 2011 im cbj-Verlag erschienen.