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Zu viel, zu wenig oder genau richtig?

Waschmitteldosierung

Service Umwelt: Waschmittel-Dosierung

Zu viel, zu wenig oder genau richtig?

Von Melih Serter

Zu viel schadet Umwelt und Wäsche, zu wenig ist aber auch nicht gut. Die richtige Dosierung von Waschmittel ist entscheidend für ein optimales Waschergebnis. Dabei greifen mehrere Faktoren ineinander.

Hochbetrieb im Waschkeller. In vielen Haushalten läuft, besonders in der nass-kalten Jahreszeit, mindestens einmal die Woche die Waschmaschine. Mal ist es die Kochwäsche, dann die Feinwäsche oder die Wollpullis, die dringend gereinigt werden müssen. Je nach Wäsche wird dann das passende Waschmittel benutzt. Doch ganz gleich, welcher Stoff in der Trommel landet, häufig wird mehr Waschmittel benutzt als nötig.

Zuviel macht nicht sauber!

Auch wenn man persönlich das Gefühl hat, dass durch die Verwendung von mehr Waschmittel ein besseres Waschergebnis erzielt wird, erreicht man oft nur das Gegenteil. Bei einer Überdosierung wird zu viel Schaum erzeugt, so dass die Wäschestücke in der Trommel nur hin und her schweben. Dadurch fehlt die Mechanik, also ein Strecken und Stauchen der Wäsche und das Wasser kann nicht ordentlich durch die Fasern ziehen. Die Kleidung wird nicht sauber und auch die Laugenreste werden aus dem Gewebe nicht richtig ausgespült. Waschmittelrückstände können aber sogar Hautreizungen auslösen.

Zu wenig ist auch nicht gut

Wer Waschmittel sparen möchte und regelmäßig weniger in die Einlaufschächte schüttet, als vorgesehen, bekommt ebenfalls kein optimales Waschergebnis. Mit der Zeit vergrauen sogar die Kleidungsstücke, Handtücher und Bettlaken, weil immer mehr Kalkreste in den Fasern hängen bleiben. Außerdem wird die Wäsche hart, kratzig und unnötig schwer.

Die richtige Waschmittelmenge macht‘s

Experten raten, die Gebrauchsanweisung auf der Waschmittelverpackung, einzuhalten. Allerdings sei das oft nicht so einfach. Auf der Rückseite vieler Waschmittel, ganz gleich ob flüssig oder Pulver, steht, wie viel Waschmittel bei welcher Menge und Verschmutzungsgrad der Wäsche benutzt werden soll. Aber nur wenige können genau sagen, wie viel Kilogramm Wäsche sie in die Trommel stecken oder wie hoch der Verschmutzungsgrad ist. Hier hilft letztendlich nur Ausprobieren. Inzwischen entwickeln Waschmaschinenhersteller auch Geräte mit automatischer Dosierung.

Unbedingt auf Härtegrad des Wassers achten!

Ganz wichtig für ein optimales Waschergebnis ist der Härtegrad, also der Kalkgehalt des Leitungswassers. In vielen Großstädten wie Köln und Duisburg schwankt der Härtegrad des Wassers zwischen 2,5 und 3,5 – wo hingegen in der Eifel oder in ländlichen Regionen der Kalkgehalt im Leitungswasser zwischen 0 und 1 liegt. Je kalkhaltiger das Wasser ist, desto mehr Waschmittel wird benötigt. Auch diese Angaben stehen auf den meisten Verpackungen. Deshalb sollte man unbedingt die eigene Wasserhärte ermitteln. Hierfür gibt es im Handel spezielle Teststreifen. Viele Kommunen und Wasserwerke veröffentlichen die Werte aber auch auf ihren Internetseiten.

Redaktion:
Joachim Hecker

Stand: 04.05.2015, 16:05