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3 Dinge zum Weitersagen - über Zähne

Zahngesundheit

3 Dinge zum Weitersagen - über Zähne

Von Sarah Ziegler

Wer im Mittelalter über Zahnschmerzen klagte, wurde angeblich aufgefordert, einen Esel zu küssen – dann wären die Schmerzen weg. Der helfende Eselskuss ist natürlich wissenschaftlich nicht belegt. Ein paar Wahrheiten über unsere Zähne kommen jetzt – 3 Dinge zum Weitersagen über Zähne.

Ding 1: Eine Schwangerschaft setzt auch den Zähnen zu.

Früher sagte man: Mit jeder Schwangerschaft verliert man einen Zahn. Die gute Nachricht: Ganz so dramatisch ist es nicht, aber tatsächlich können die Zähne leiden. Schuld sind - die Hormone. Sie vergrößern im ganzen Körper Blutgefäße, auch im Zahnfleisch. Es schwillt an und ist somit durchlässiger für Bakterien, die Entzündungen und Zahnfleischbluten verursachen können. Manche Frauen sind dann beim Zähneputzen besonders vorsichtig oder lassen es öfter mal sein – damit es nicht noch mehr blutet. Aber das macht am Ende alles nur schlimmer. Geräusch Zähneputzen Nur wenn die Morgenübelkeit mal wieder zugeschlagen hat, ist es sinnvoll, wenn auch etwas fies, den Mund erst mal nur auszuspülen und mit dem Zähneputzen noch eine Weile zu warten. Sonst verteilt man die Magensäure auf dem Zahnschmelz - und das mag er gar nicht.

Ding 2: Bakterien fressen keine Löcher in die Zähne.

Diese gemeinen kleinen Bakterien – im Zuckerrausch fressen sie einfach Löcher in unsere Zähne und richten sich dort gemütlich ein. So wird es Kindern oft erzählt – aber eigentlich geht die Geschichte etwas anders. Die Bakterien sind wirklich in unserem Mund – in Hülle und Fülle. Aber sie fressen nicht unsere Zähne, sondern naschen von dem mit, was wir essen. Besonders lieben sie Kohlenhydrate wie Stärke und Zucker. Das Problem: Auch Bakterien habe eine Verdauung. Sie scheiden Säure aus – und DIE ist es, die unsere Zähne angreift und uns Karies beschert. Babys kommen übrigens ohne solche Bakterien im Mund zur Welt und kriegen sie erst später – etwa wenn die Mutter den Breilöffel ableckt.

Ding 3. Ausgefallene Zähne rettet man mit H-Milch.

Gerade saß man noch fröhlich im Fahrradsattel und dann passiert‘s: Fahrradcrash und Autsch! Sonst Eishockey o.ä. Oweia – ein ganzer Zahn ist raus! Jetzt heißt es schnell sein. Denn er könnte gerettet werden. Schon auf dem Weg zum Zahnarzt kommt es aber auf die richtigen Schritte an: Den Zahn sanft aufheben, ohne die Wurzelseite zu berühren. Und bloß nicht dran rubbeln oder ihn saubermachen. Dabei könnte die Wurzel zerstört werden. Dann muss man den Zahn sicher verwahren. In der Apotheke gibt es für solche Zahnnotfälle kleine Rettungsboxen – darin ist eine Nährlösung enthalten, die den Zahn stundenlang am Leben halten kann und ihn vor dem Austrocknen schützt. Ist so eine Zahnbox nicht in Reichweite, hilft auch Milch. Geräusch einzelnes Muh Wichtig ist nur: Es muss H-Milch sein – denn nur die ist ultrahocherhitzt und keimfrei. Und wieso den Zahn nicht einfach in normalem Wasser frisch halten? Die Zellen der Wurzelhaut würden zu viel Wasser aufnehmen und platzen – das wäre der Tod des Zahns.

Redaktion:
Monika Kunze

Stand: 01.04.2016, 10:45