Urnenkirchen - Ein "Taubenschlag" für Tote

Die Allerheiligenkirche mit dem neuen Kolumbarium, aufgenommen am Mittwoch in Erfurt. In der katholischen Allerheiligenkirche können sich künftig Christen und Nichtchristen in Urnen bestatten lassen.

Urnenkirchen - Ein "Taubenschlag" für Tote

Von Maria Riederer

Das Modell der "Grabeskirche" als oberirdischer Urnenfriedhof gibt es in Deutschland seit 2004. Seitdem haben viele Gemeinden die Vorteile dieser Umnutzung für Kirchen entdeckt, die nicht mehr anders finanziert werden können.

Der Kirchenraum als Bestattungsort hat eine lange Tradition – allerdings nicht für Jedermann. Vor allem Adelige und Kleriker ließen sich früher in Kirchen beisetzen. Die Urnenkirchen sind dagegen letzte Ruhestätte für alle, die das wünschen. Und das sind inzwischen so viele, dass der Platz knapp wird wie im Taubenschlag, der wegen seiner Ähnlichkeit den Urnenkirchen zum Namen verhalf.

Seit es das Modell der so genannten "Grabeskirche" als oberirdischer Urnenfriedhof in Deutschland gibt, haben viele Gemeinden die Vorteile dieser Umnutzung für Kirchen entdeckt. Durch den Verkauf von Urnennischen kommt Geld in die Kasse, die Gebäude können gerettet werden.

Redaktion: Theo Dierkes

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Stand: 07.09.2018, 15:34